Nach Waschbären-Tod PETA verdoppelt Belohnung

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Der aufgefundene Waschbär musste eingeschläfert werden. Foto: dpa/Patrick Pleul

Die Suche nach der Person, die bei Wolfsölden eine Schlagfalle aufgestellt hat, läuft weiter. Für Hinweise zur Überführung des Täters werden 2000 Euro gezahlt.

Affalterbach-Wolfsölden - Nachdem ein Waschbär am 13. September von Bürgern in einer illegalen Schlagfalle in Wolfsölden gefunden wurde, der dann eingeschläfert werden musste, läuft die Suche nach dem Verursacher weiter. PETA setzte ursprünglich eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Überführung der verantwortlichen Person führen. Meldungen blieben bislang aber aus. Daher stockt die Tierrechtsorganisation die Summe nun um weitere 1000 Euro auf. Das teilte sie am Donnerstag mit.

Der Vierbeiner musste eingeschläfert werden

Der Waschbär hatte mit der linken Vorderpfote in der Falle gesteckt und diese offenbar seit Tagen mit sich herumgeschleppt. Denn das Bein war bereits entzündet und dick geschwollen. Beim Öffnen der Falle wurde das Bein vollends abgetrennt und das Tier wegen seines schlechten Zustands von einem Tierarzt eingeschläfert.

Wer etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich bei der Polizei, unter 07 11 / 8 60 59 10 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auf Wunsch auch anonym. „Der Tierquäler, der die illegale Schlagfalle ausgelegt hat, muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Tritt ein Tier in ein solches Fanggerät, hängt es oft stunden- oder tagelang schwer verletzt fest und hat entsetzliche Schmerzen, bis es gefunden wird oder qualvoll stirbt.“ Fallenaufstellenden müsse bewusst sein, dass Tiere schwere Verletzungen davontragen können, wenn sie in eine solche Vorrichtung geraten.

In Baden-Württemberg ist das Aufstellen solch Fallen zwar verboten, der Verkauf jedoch nicht. Daher fordert PETA ein Verkaufs- und Anwendungsverbot von Schlagfallen.