Gartenschau 2033 Benningen legt vor

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Für Marbach und Benningen gibt es bis zur Gartenschau im Jahr 2033 noch einiges zu tun. Foto: Sandra Brock

Grundsatzentscheid, Zeitplan, Auftrag für den Rahmenplan, Kosten: In der Benninger Gemeinderatssitzung gab es schon einmal grünes Licht.

Benningen - Das Datum hat der Benninger Bürgermeister Klaus Warthon ganz genau im Kopf: Es war der 14. Dezember 2020, als er morgens die Nachricht erhielt, dass Benningen und Marbach 2033 die Gartenschau ausrichten dürfen. Nach langer Vorarbeit – „wir haben zusammen mit Marbach alles gegeben – eine freudige Kunde für die beiden Neckarkommunen“, so Warthon.

Seither ist in der Sache nicht allzu viel passiert, was unter anderem der Pandemie und der Bürgermeisterwahl in der Schillerstadt geschuldet gewesen sei. Aber: „Jetzt ist es Zeit für beide Kommunen, ins Thema einzusteigen“, betonte der Benninger Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung am Montag. Dort standen dann auch der Grundsatzentscheid zum Einstieg in die Planungen sowie zahlreiche Punkte rund um das große Ereignis auf der Tagesordnung – die gleichen wie in Marbach an diesem Donnerstag.

Alles fix gemacht

Der kleinere Gartenschau-Bruder hat damit schon einmal alles fix gemacht, was es zum jetzigen Zeitpunkt zu entscheiden gibt. Einstimmig votierten die Benninger dafür, in Kooperation mit der Stadt Marbach nun zügig mit den konkreten Planungen für die gemeinsame Gartenschau 2033 zu beginnen. Los gehen soll das mit einem Rahmenplan, der bis 2023 entwickelt werden soll. Dabei soll das Konzept aus der Bewerbung so überprüft und vertieft werden, dass auf dieser Grundlage dann ein Planungswettbewerb und konkrete Schritte zur Umsetzung erarbeitet werden können.

Spatenstich für 2029 geplant

Vom Jahr 2025 an soll es um den Wettbewerb zur Gartenschau gehen, ein Jahr später dann der Vorentwurf und der Entwurf ausgearbeitet werden. Geht alles nach Plan, folgt 2027 die Genehmigungsplanung und 2028 die Ausschreibung, bis es dann 2029 an den Spatenstich geht. Die Hauptbauphase für die Gartenschau soll bis 2031 dauern, 2032 wird nachgepflanzt und das Ausstellungskonzept umgesetzt – und 2033 Eröffnung gefeiert.

Benningen zweifelt nicht am Planungsbüro

Ebenfalls unstrittig in Benningen ist die Entscheidung darüber, wer den Rahmenplan erstellen soll – nämlich mit Planstatt Senner genau das Büro, das bereits für die Machbarkeitsstudie zuständig war. Die Marbacher Gruppe Puls hatte dazu einen Antrag gestellt, da sie Sorge hat, dass „neue, fruchtbare Gedanken hier eher nicht mehr zu erwarten“ sind. „Wir befürchten, dass die Planstatt Senner GmbH auch beim Rahmenplan gerade wegen der bereits zahlreichen Ausarbeitungen für andere Kommunen in bekannten Bahnen bleibt.“ Anzustreben wäre nach Meinung von Puls ein Fachbüro, „das eine wirklich grüne klimagerechte Gartenschau ohne viel Zement und Beton mit Marbach und Benningen realisieren will“.

„Nicht zu Ende gedacht“

Der Antrag wird am Donnerstag in Marbach auf der Tagesordnung stehen. In Benningen stand er nicht zur Debatte, „da wir nicht über Anträge von Gruppen in anderen Orten bestimmen können“, so Warthon. Eine klare Meinung zum Thema äußerte der Benninger Bürgermeister aber dennoch. Denn: „Ich wundere mich schon ein Stück weit, dass ausgerechnet diese Gruppe, die per se gegen die Gartenschau war, einen solchen Antrag stellt“. Das Planungsbüro jetzt zu wechseln, mache „überhaupt keinen Sinn, wäre blödsinnig und nachteilig“. Planstatt Senner habe „eine Konzeption erarbeitet, die erfolgreich war. Den Planern ist die räumliche Situation bekannt, sie haben überzeugt. Das jetzt zu ändern, wäre fahrlässig. Zum späteren Zeitpunkt werde es ohnehin den Wettbewerb geben. „Ich habe den Eindruck, da wurde seitens der Antragsteller nicht zu Ende gedacht.“

„Es geht um eine Jahrhundertchance“

Ein weiteres Thema der gemeinsamen Gartenschau betrifft die Personalressourcen in den beteiligten Rathäusern. Lange habe man gedacht, „dass das nebenher geht“, erinnert sich Warthon. „Jetzt müssen wir uns aber Gedanken machen, dass wir eine Person bekommen, die die Verwaltung unterstützt und sich um die Belange der Gartenschau kümmert.“ Nicht, dass dieses wichtige Thema „hinten runter fällt“. Auch das werde Kosten nach sich ziehen, räumte der Benninger Bürgermeister ein. „Aber hier geht es um eine Jahrhundertchance.“