Arschbomben-Meisterschaft in Oberstenfeld Hauptsache, es platscht ordentlich

Von Sandra Lesacher
Je mehr Wasser spritzt, desto besser. Foto: a/vanti

Im Mineralfreibad Oberes Bottwartal hat am Freitag die Arschbomben-Meisterschaft nach zwei Jahren Pause wieder stattgefunden.

Wie geht eigentlich die perfekte Arschbombe? Diese Frage ist vermutlich nur schwer bis gar nicht zu beantworten – einen guten Eindruck, wie sie gehen könnte, hat man sich am Freitag im Mineralfreibad Oberes Bottwartal holen können. Denn dort wurde am Nachmittag die Arschbomben-Meisterschaft ausgetragen.

Zunächst einmal: Möglichkeiten, eine Arschbombe zu machen, gibt es viele. Man kann beim Sprung etwa ein Bein angewinkelt halten oder aber auch beide, man kann im Schneidersitz ins Wasser plumpsen, die Beine nach oben oder auch rechtwinklig nach vorne strecken. Hauptsache – und das ist ganz wichtig – es platscht so richtig schön. Und zwar so schön, dass am besten alle drumherum ordentlich nass werden. Bei den Temperaturen am Freitag eine Wohltat.

Ein Salto ist gern gesehen

Das Krönchen aufsetzen kann man seinem Sprung, wenn man ihn zum Beispiel noch durch einen Salto ergänzt. Nicht ganz einfach, aber natürlich bei der Jury der Arschbomben-Meisterschaft gern gesehen. Und sogar im ersten Durchgang der Altersklasse sechs bis acht Jahre waren am Freitag schon zwei Saltos dabei. „Alle Achtung“, lobte da der Oberstenfelder Bauamtsleiter Kai Kraning, der sich passend zum Anlass ein Hawaii-Hemd angezogen hatte.

Als eines der Jury-Mitglieder war Kraning für die Punktevergabe bei der Meisterschaft zuständig, zu der sich knapp 60 hauptsächlich junge Menschen angemeldet hatten. Immerhin ein gutes Dutzend Ü18-Teilnehmer waren dabei, die Älteste 63 Jahre alt.

Vom Einser oder vom Dreier

In vier Altersklassen wurden über den kompletten Nachmittag jeweils drei Sprünge absolviert, wahlweise vom Einmeter- oder Dreimeterbrett. Und jeder Teilnehmer ging ein wenig anders an die Sache heran: Kraftvoller Anlauf, hoher Absprung – oder andersherum, Vorsichtige waren dabei, Mutige sowieso und letztlich soll das Ganze eben auch einfach Spaß machen. „Wir wollen dem gesamten Freibad-Publikum eine tolle Aktion bieten“, sagt der Oberstenfelder Bürgermeister Markus Kleemann, der zur Eröffnung der Arschbomben-Meisterschaft vorbeischaut.

Ob er nicht auch mitmachen möchte? „Wir haben so viele Teilnehmer, da braucht’s mich nicht“, sagt er lachend. Aber Lust hätte er schon, räumt Kleemann ein. Das mit den Arschbomben erinnere ihn eben auch an seine Jugendzeit, „zum Freibad gehörte das dazu. Und ich war immer neidisch, wenn es andere besser hinbekommen haben als ich“, sagt der Bürgermeister.

Urkunden gibt es für alle

Insofern ist es vielleicht besser, dass Kleemanns nächster Termin schon wartet und er nicht ins kühle Nass platschen kann. Denn unter den 57 Teilnehmern sind schon ein paar echte Knaller dabei. Die harte Aufgabe der Jury ist es, am Ende die besten der jeweiligen Altersklassen festzulegen. Urkunden und kleine Preise gibt es für alle Teilnehmer sowieso.

Die Arschbomben-Meisterschaft hat bereits eine klitzekleine Tradition im Oberstenfelder Mineralfreibad. Bereits 2018 und 2019 fand der Wettbewerb statt. In den vergangenen beiden Jahren machte Corona dem Spaß einen Strich durch die Rechnung