Wanderung im Buchenbachtal Wo Bachforellen und Libellen ganz idyllisch miteinander leben . . .

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Das Buchenbachtal ist ein Naturparadies. Foto: /Julia Spors

Eine Wanderung durch das Buchenbachtal ist ein echter Genuss. Man kann Tiere beobachten und seine Füße im Wasser abkühlen. Und bei all dem ist es auch noch möglich, die Seele baumeln zu lassen und abzuschalten.

Affalterbach - Die Natur genießen und etwas durchatmen nach einer stressigen Woche – das war mein Ziel, als ich zusammen mit zwei Freundinnen, meiner Partnerin und deren Nichte den Weg ins Buchenbachtal angetreten bin. Ich muss gestehen: Jetzt arbeite ich seit mehr als zehn Jahren in Marbach, bis in das Naturschutzgebiet habe ich es jedoch bis heute nicht geschafft. Und da ist mir was entgangen, wie ich nun seit dem vergangenen Wochenende weiß. Denn: Neben romantischen alten Steinbrücken und glitzerndem und klarem Bachwasser hat einen dort die Idylle vom ersten Moment an im Griff. Von der Hektik, die es vielerorts auch auf Spazier- oder Wanderwegen gibt, ist hier nichts zu spüren. Vielmehr flattern Libellen und Schmetterlinge entspannt umher, während Bachforellen im Wasser ruhig ihre Bahnen ziehen. Apropos Wasser: Das ist an diesem Tag unsere Rettung. Denn es ist heiß. Richtig heiß, als wir uns auf den Weg durch das Tal machen. Bereits um 10 Uhr zeigt das Thermometer Temperaturen um die 30 Grad an. Vorhergesagt sind am Mittag zwischen 33 und 35 Grad. Nicht gerade der ideale Tag, um zu wandern. Jedoch der perfekte, um die Stellen zu genießen, an denen man rasten und zum Abkühlen in den Bach gehen kann.

Doch jetzt zur Tour. Geparkt haben wir in Wolfsölden, doch auch in Steinächle könnte man sein Auto abstellen. Hier würde der Weg dann auch hinein ins Tal beginnen. Da wir in Wolfsölden geparkt haben, sind wir schon mittendrin im Naturschutzgebiet, als wir nach der Mühle rechts auf einen Schotterweg abbiegen, der dann in eine Wiese übergeht. Der Bach liegt nur ein paar Meter entfernt und begleitet uns bis Steinächle immer wieder. Mal ganz nah, mal durch eine Wiese entfernt. Das große Manko an diesem Tag: Der Weg verläuft hier immer wieder in der Sonne – bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein nicht gerade ein Traum. Mein Gesicht glüht schon nach wenigen Minuten. In Steinächle drehen wir deshalb um, anstatt in der direkten Sonne zum nicht weit entfernten kleinen Stausee weiterzulaufen. Auf dem Rückweg wechseln wir zwischendrin mal die Bachseite, eine kleine Steinbrücke macht es möglich. Zurück an der Wolfsöldener Mühle biegen wir diesmal links ab.

Hier beginnt für uns nun der schönere Teil der Tour. Nicht nur, weil dieser mehr im Schatten liegt, was eine Wohltat ist, sondern auch, weil die Wege zum Teil etwas abenteuerlicher werden. Mal geht es über Steine, mal über Baumstämme. Wege gibt es ab und an rechts und links vom Bach, man kann sich aussuchen, welchen man gehen möchte. Das Beste aber ist: Man kann an vielen Stellen immer wieder in oder an den Bach, sein Handtuch auspacken und mit den Füßen durchs kühle Nass stiefeln. Das machen wir natürlich und entdecken dabei kleine Bachforellen. Als wir, um die Füße trocknen zu lassen, gemütlich auf Steinen sitzen, fliegen Libellen und Schmetterlinge um uns herum. Einige. Ich selbst kann den Blick kaum vom Flussverlauf und den kleinen Tierchen abwenden. Ich genieße – und merke, wie ich mich entspanne.

Nach der Rast gehen wir noch ein Stück weiter. Jedoch nicht ganz bis zum Ende des Tals, wo der Buchenbach übrigens in die Murr übergeht. Von dieser Mündung aus ist es dann nur noch ein Katzensprung zur „Geisterhöhle“. Wir kürzen an diesem Tag aber ab und drehen um – und genießen die Natur und die wunderbare Idylle noch einmal in vollen Zügen.