Steinheim/Tischtennis Wenna Tu ist die Beste des Landes

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Wenna Tu hat sich im Einzelfinale bemerkenswert zurückgekämpft. Foto: privat

Steinheim - Mit zwei Goldmedaillen ist die Steinheimerin Wenna Tu am Wochenende von den baden-württembergischen Tischtennis-Meisterschaften in Hohenacker zurückgekehrt. In der Damen-Konkurrenz machte der erst 16-Jährigen im Einzel und im Doppel niemand etwas vor. „Für mich ist das ein toller Erfolg, da ich noch nie bei einem Damen-Einzelturnier auf Landesebene gewonnen habe“, jubelt die frisch gebackene baden-württembergische Meisterin. Sowieso sei es eine Weile her, dass sie ein Turnier für sich entscheiden konnte. Mit ihr freuten sich Unterstützer aus dem Bottwartal, die dank der kurzen Anfahrt zahlreich nach Hohenacker gekommen waren.

Ausgezahlt hat sich für Wenna Tu ihr intensives Training in den vergangenen Monaten, speziell was den Bereich Aufschlag/Rückschlag anbelangt. „Gerade beim Rückschlag, wo sonst meine Schwäche liegt, konnte ich diesmal eine hohe Qualität spielen“, meint sie. Zudem hat sie für sich das Gefühl, mit Druck immer besser umgehen zu können. Und gelernt hat sie aus dem Vorjahr. Damals hatte sie in der Einzelkonkurrenz gleich in der ersten K.o.-Runde verloren, da ihre Gegnerin im Gegensatz zu ihr bereits zuvor Spiele absolvieren musste und dadurch besser eingespielt war. „Diesmal bin ich früher in die Halle gekommen, um mich warmzuspielen. So hat dann auch alles geklappt.“

Und wie: Wenna Tu startete blendend ins Einzelturnier, spielte sich gegen Melissa Friedrich, Lisa Mayer und Alexandra Kaufmann ohne Satzverlust ins Finale. Hier musste sie sich gegen ihre Neckarsulmer Teamkollegin Yuki Tsusui strecken, beide begegneten sich in langen und spannenden Ballwechseln auf Augenhöhe. Bemerkenswert: Bei 3:2-Satzführung lag Wenna Tu dann mit 6:10 in Rückstand – wehrte aber vier Satzbälle ab, drehte den Satz und gewann 4:2. „Ich dachte mir, ich darf jetzt nicht aufgeben, muss immer weiterkämpfen. Das hat sich ausgezahlt“, freut sie sich. Zurückgreifen musste sie dabei auf ihre Kraftreserven. Denn parallel war sie bei den Doppel-Meisterschaften gefordert. „Dass die Kraft nachlässt, habe ich richtig gespürt. Ich musste mich wirklich durchbeißen“, beschreibt Wenna Tu.

Das erfolgreiche Wochenende rundete der Erfolg im Damen-Doppel ab. Gemeinsam mit ihrer Mannschaftskollegin von der Neckarsulmer SU, Rebecca Mohr, gelang ihr die Titelverteidigung – und das ebenfalls auf souveräne Weise. Das Duo spielte sich ohne Satzverlust ins Endspiel. Hier musste es gegen Jele Stortz und Alexandra Kaufmann nur einen Satz abgeben, sodass Wenna Tu und ihre Partnerin mit 3:1-Sätzen den Titel holten. „Man merkte, dass wir im Vergleich zu den anderen Doppeln ein eingespieltes Team sind. Unser Ziel war die Titelverteidigung – das hat geklappt. Wir sind natürlich sehr froh und planen für nächstes Jahr das Triple.“

Bis dahin stehen im März im hessischen Wetzlar zunächst die Deutschen Meisterschaften an, für die sich Wenna Tu dank ihres Einzelerfolgs qualifiziert hat. Im Einzel möchte die 16-Jährige die Gruppenphase überstehen und ins Achtelfinale einziehen. „Dann würde sich zeigen, ob sogar das Viertelfinale drin ist. Da müsste ich Glück in der Auslosung haben und mein bestes Tischtennis spielen.“ Im Doppel ist noch unklar, an wessen Seite sie bei den Deutschen antreten wird. Ihre Partnerin Rebecca Mohr ist noch nicht sicher qualifiziert.

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