Steinheim/Marathon Zum fünften Mal in Folge die Nummer eins im Ländle

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Traumwetter und eine wunderschöne Kulisse – das sind nur zwei Dinge, mit denen derBottwartal-Marathon 2018 punkten konnte. Foto: Archiv (Kuhnle)

Steinheim - Langsam wird es zur Gewohnheit: Der Bottwartal-Marathon ist, wie gestern bereits kurz berichtet, auch 2018 zum beliebtesten Marathon in Baden-Württemberg gewählt worden. Damit gewann die Veranstaltung mit Start und Ziel am Steppi-Kreisel in Steinheim das Voting der Internet-Plattform Marathon4you bereits zum fünften Mal in Folge. Dabei hatte Organisationschef Gerhard Petermann dieses Mal damit gerechnet, „dass der Einstein-Marathon in Ulm oder der Baden-Marathon in Karlsruhe vor uns liegen könnten. Die haben beide einen sehr guten Job gemacht, speziell Ulm hatte ein super Rahmenprogramm.“ Umso größer ist nun die Freude. „Entweder haben wir sehr treue Abstimmungsteilnehmer oder die Läuferinnen und Läufer sind wirklich sehr zufrieden mit uns“, sagt Petermann, der schon angeregt hat, dass eine neue „Fünffach-Medaille“ kreiert wird. „Sonst wird das ja inflationär, wenn wir da fünf Medaillen nebeneinanderstellen.“

Sehr zur Freude der Veranstalter ist der Bottwartal-Marathon diesmal auch wieder bundesweit unter den Top Ten gelandet, genauer gesagt exakt auf dem zehnten Platz. „Und dabei muss man ja sehen, dass zumindest die ersten Acht allesamt von Event-Agenturen veranstaltet werden. Lediglich beim Monschau-Marathon bin ich mir nicht sicher, ob der nicht ähnlich wie wir ehrenamtlich organisiert wird.“

Neben dem 2018 wieder hervorragenden Wetter und der wunderschönen Kulisse des Bottwartals sieht Petermann die Bandbreite der angebotenen Strecken und das Engagement der vielen Ehrenamtlichen als große Pluspunkte seiner Veranstaltung: „Die Teilnehmer spüren die Herzlichkeit. Bei uns wird jederzeit versucht, den Läufern zu helfen. So machen wir es manchmal auch möglich, dass man noch eine Viertelstunde vor dem Start von einer Distanz auf die andere wechselt. Oder das Beispiel Duschen: Wir hatten am Veranstaltungssonntag 3500 Läufer da. Das Wellarium fiel wegen Bauarbeiten weg. Also haben wir für mobile Duschen gesorgt. In Berlin mit 40 000 Finishern fragt da kein Mensch nach, das ist nicht machbar. Auch von uns würde das niemand erwarten, aber wir bieten es trotzdem an.“

Als „fast noch höher als Platz eins in Baden-Württemberg“ bewertet Gerhard Petermann den dritten Platz in der beim Voting neu geschaffenen Kategorie „Landschaftsmarathon“. Denn dies sei eine „bereinigte Wertung. Hier treten wir nur gegen gleichartige Veranstaltungen an und eben nicht gegen die Riesenevents in den Großstädten. Da bundesweit auf Platz drei zu landen, das macht uns wirklich stolz.“

Bleibt die Frage, ob es denn noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Viel fällt Gerhard Petermann da nicht ein, aber ein paar Nuancen gebe es natürlich immer. „Wir könnten in der Nachbearbeitung noch besser werden. Zum Beispiel bekommen ja Läufer, die gemeldet waren, aber nicht gestartet sind, im Folgejahr einen Preisnachlass von 50 Prozent. Das könnten wir diesen Leuten gegenüber noch schneller kommunizieren, um sie für das nächste Jahr frühzeitig abzuholen.“ Doch dem Organisationschef ist natürlich auch klar, dass dies wirklich Kleinigkeiten sind.