n*gruppe Marbach gibt Tipps zum Weihnachtsfest Die Müllflut bei den Präsenten eindämmen

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Unterm Weihnachtsbaum können auch nachhaltige Geschenke warten. Foto:  

Mit nützlichen Zero-Waste-Ideen will die n*gruppe in Marbach zum nachhaltigen Schenken animieren.

Marbach - Schöne Geschenke, das wünschen sich die Kleinen wie die Großen. Aber was ist mit dem vielen Müll, der dabei anfällt? Eine Frage, die in Zeiten des Klimawandels immer häufiger gestellt werden muss. Bei der Warenproduktion wie auch beim Verpackungsmaterial erhöht sich der ökologische Fußabdruck. Eine Gruppe von nachhaltig handelnden Personen, wie es die Marbacher n*gruppe in ihrem Selbstverständnis ist, will diesen so gering wie möglich halten. Der Verbund handelt nach dem Grundsatz der Ressourcenschonung und fordert daher, mit (Roh-)Stoffen verantwortungsvoll umzugehen, damit klimaschädigende Emissionen von CO2 nicht überhand nehmen.

Umweltbewusste Verbraucher verpacken ihre Geschenke auch in Nützlichem, hübschen Geschirrtüchern etwa, die nicht weggeschmissen werden, sondern sinnvoll Verwendung finden, auch wenn das Fest längst vorbei ist. Die Marbacher n*gruppe geht noch einen anderen Weg, um Ressourcen zu sparen und propagiert im Sinne eines „Zero-Waste-Gedankens“, wie er beispielsweise derzeit mit Adventskalendern auch im Netz Freunde findet, den Weg des nachhaltigen Schenkens. Soll heißen, mit alten, bereits vorhandenen Materialien, lässt sich Sinnvolles gestalten und verschenken. Mit Ideen für das Badezimmer motiviert die n*gruppe nun zur Weihnachtszeit die Schenkenden, mit Nachhaltigem selbst aktiv zu werden. Drei umwelttaugliche Präsente haben sich Cornelia Keiper und Mathias Bastin ausgesucht, die sie derzeit zum Selbermachen anpreisen. „Weniger Plastik im Badezimmer“, lautet dabei Keipers Devise, die in der n*gruppe für die Gestaltung aktiver Abende zuständig ist. „Wir wollen die Leute wachrütteln“, betont die Frau, die alle Vorschläge selbst ausprobiert hat.

Seifensäckchen
„Duschen ohne Plastik“, schwärmt Keiper von dem Produkt, das auch helfen kann, kleine Seifenreste aufzubrauchen. „Und es kann prima als Waschlappen verwendet werden“, erklärt Keiper, die zwecks Peeling-Effekt eine alte Gardine zweckentfremdet hat und nun feststellt, „dass es wunderschön schäumt“. Als Stoff können aber auch alte Handtücher, Sisal oder Baumwolle verwendet werden. „Wir nehmen gerne alte T-Shirts und verwenden den Tunnelzug an den Ärmeln oder am Saum“. Anleitung: Kleine Stücke in den Maßen 12 x 20 cm ausschneiden, rechts auf rechts legen und feststecken. Ein Zentimeter Nahtzugabe beachten. Eine Naht gerade und die Nahtzugabe mit Zickzack-Stich versäubern. Am Tunnelzug nicht ganz schließen, damit man ein dünnes Bändchen durchziehen kann. Auch hier können die Bändchen vom alten T-Shirt verwendet werden. Mit einer Sicherheitsnadel das Band durch den Tunnelzug ziehen, verknoten – fertig. Anschließend kleine Seifenstückchen hinzugeben.

Eigene Körperbutter
Für die empfohlene Körperbutter verwendet Cornelia Keiper 100 g Sheabutter, 100 g Kakaobutter und 50 g Kokosfett oder Mandelöl. „Eine Rezeptur, mit der meine Haut sogar beim Radeln gegen Wind und Wetter trotzen kann!“ Das Ganze wird im Wasserbad geschmolzen und fünf Tropfen Duftöl werden dazugegeben. Auf Hautverträglichkeit prüfen! Danach mit einem Handrührgerät fluffig aufschlagen, in ein sauber ausgespültes Glas-Behältnis abfüllen und zwei Stunden lang im Kühlschrank abkühlen – fertig.

Waschbare Abschminkpads
Als dritte Präsentidee schlägt die nachhaltig handelnde Frau waschbare Abschminkpads vor, für die sie saugfähige Stoffe wie etwa Jersey, Sweat oder Webware verwendet. „Die Plüschseite eignet sich perfekt, um Schminkpartikel aufzunehmen. Mit der anderen Seite werden Creme- oder Ölrückstände entfernt“. Gestartet wird mit dem Ausschneiden kleiner Kreise. „Wir verwenden für die Vorderseite Frottee und für die Unterseite Baumwollstoff“, erklärt Keiper und fährt fort: „Rechts auf rechts legen. Mit einer geraden Naht nähen; Achtung: nicht ganz zu Ende nähen! Am Saum mit Zickzack zurück nähen und fast ganz schließen. Die Arbeit wenden und das letzte Stück mit der Hand zunähen. Die Pads sind bei 40 °C in der Waschmaschine waschbar“, weiß die Fachfrau und gibt folgenden Tipp: „In einem Wäschesäckchen kann man die Pads super sammeln und waschen“.