Marbach/Fußball Das Derby schlechthin steigt in Steinheim

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Das Duell Steinheim gegen Murr hat es stets in sich. So wie hier im Jahr 2009, als Murrs Sebastian Dolderer und Steinheims Marcel Fahr um den Ball kämpfen. Foto: Archiv (avanti)

Gleich zwei Derbys hält der sonntägliche Spieltag in der Fußball-Kreisliga A1 Enz-Murr bereit: Der TSG Steinheim hat den direkten Nachbarn SGV Murr zu Gast, während Aufsteiger GSV Höpfigheim gegen den GSV Pleidelsheim die ersten Punkte einfahren will. Die Füße hochlegen kann der FC Marbach, dessen Heimspiel gegen Hochberg/Hochdorf – auf Wunsch des Gastes – auf den 11. September verlegt wurde.

TSG Steinheim – SGV Murr
Sonntag, 15 Uhr, Riedstadion Steinheim

„Brisanter geht es kaum. Allenfalls Roter Stern gegen Partizan Belgrad fällt mir da ein. Schalke gegen Dortmund ist dagegen ein Kindergeburtstag“, scherzt Murrs Trainer Marc Reinhardt vor dem Derby schlechthin für beide Vereine. Auch sein Steinheimer Kollege Luciano Adami spricht von „einem besonderen Spiel“. Personell geht der TSG das Derby jedoch noch immer arg dezimiert an. Etienne Schweizer und Stammkeeper Markus Brodbeck haben sich nun in den Urlaub verabschiedet, zudem ist der Einsatz des angeschlagenen Tobias Feuchtner fraglich. „Wir müssen am Sonntag einfach mit wahnsinnig Leidenschaft spielen“, fordert Adami, der immerhin seinen Schlüsselspieler Julian Kübler wieder an Bord hat. In der letzten Saison trennte man sich zweimal Unentschieden.

„Meine Spieler haben mir erzählt, dass unser letzter Sieg gegen Steinheim ziemlich lange her ist. Das soll sich ändern“, sagt Reinhardt, dessen Team nach dem torlosen Remis gegen Aldingen noch schwer einzuordnen ist. Keineswegs blenden lassen dürfte man sich jedoch von der deutlichen TSG-Auftaktpleite: „Im Derby werden die Steinheimer ganz anders auftreten“, warnt der SGV-Trainer.

GSV Höpfigheim – GSV Pleidelsheim
Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz im Kälblingswald, Höpfigheim

Zwei Verlierer des Saisonauftakts treffen im Kälblingswald aufeinander. „Für uns das erste kleine Highlight der Saison“, sagt Höpfigheims Co-Trainer Sven Fender. Fürs Coaching ist er am Sonntag alleine zuständig, denn Spielertrainer Norman Röcker fehlt aus beruflichen Gründen. Zudem muss auch Henrik Willberg passen. Wieder dabei ist hingegen Marcel Schanzel, der Röckers Part in der Zentrale übernehmen dürfte. „Vielleicht tun wir uns gegen einen Gegner, der auch nach vorne spielen will, leichter“, hofft Fender nachdem man sich in der Vorwoche an defensiven Hochbergern die Zähne ausbiss. „Ein ganz hartes Stück Arbeit“, erwartet GästeCoach Roberto Raimondo. „Es ist immer schwierig, zu Beginn einer Saison bei einem Aufsteiger anzutreten“, erklärt er. Wieder im Tor, stellt er klar, wird trotz einiger Klöpse gegen Benningen Manuel Michler stehen. „Er hat uns schon so viele Spiele gewonnen. Ein Wechsel ist überhaupt kein Thema“, sagt der Trainer.

TSV Affalterbach – TSV Grünbühl
Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Affalterbach

Als „tagesformabhängig“ schätzt Affalterbachs Coach Mauro Pedace die Beantwortung der Frage ein, wer gegen Grünbühl als Sieger vom Platz gehen könnte. Seine größte Sorge bleibt die Personallage. „Nun fehlt auch noch Daniel Storz aus beruflichen Gründen, zudem fällt Nermin Skoko krankheitsbedingt länger aus“, erzählt er. Vor allem im Abwehrzentrum wird es daher immer dünner. Zudem muss Pedace auch das große Ganze im Blick haben und lässt angesichts großer Rückstände vieler Akteure aktuell im laufenden Ligabetrieb durchaus auch einmal Kondition bolzen. „Durchwursteln und möglichst wenig liegen lassen“, lautet seine Devise für die nächsten Wochen.

GSV Erdmannhausen – KSV Hoheneck
Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Erdmannhausen

„Der Gegner ist für mich ein weitgehend unbeschriebenes Blatt“, gesteht GSV-Trainer Andreas Eschenbach vor dem Duell mit dem Aufsteiger aus Ludwigsburg und stellt nach der Auftaktpleite in Grünbühl klar: „Unser Ziel sind die ersten drei Punkte.“ Noch längst nicht abgeschlossen sei für ihn die Kennenlernphase mit seiner Mannschaft, die er erst kurzfristig zu Beginn der Vorbereitung übernommen hat: „Manche Spieler habe ich wegen der Urlaubszeit erst für eine Woche im Training gesehen“, erklärt er. Zum Kapitän hat er den Ex-Marbacher Dominik Gallert gemacht, den er in der Mittelfeldzentrale sieht.

FV Ingersheim – TSV 1899 Benningen
Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Ingersheim

Zwei Sieger des ersten Spieltags treffen in Ingersheim aufeinander. „Unseren Sieg gegen Pleidelsheim darf man nicht überbewerten, auch wenn wir ihn mit einer Notabwehr errungen haben“, sagt TSV-Trainer Thomas Lembeck, der froh ist, nun auch auf Björn Rewitzer und den jungen Torben Bunderla in hinterster Reihe bauen zu können. „Der Kader füllt sich wieder langsam“, ist er zufrieden. Klar im Aufwind ist beim TSV Angreifer Angelo de Capua, der in der Vorwoche als Doppeltorschütze glänzte.