Großbottwar/Handball Dem TV Großbottwar glückt die Revanche

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Rechtsaußen Julian Fähnle hat sieben Tore erzielt. Foto: Archiv (avanti)

Großbottwar - Unbedingt revanchieren“ wollte sich Handball-Landesligist TV Großbottwar für das völlig verkorkste und wahrscheinlich schlechteste Spiel der Saison in der Hinrunde bei der HSG Hohenlohe, in dem sich das Team von Tobias Mühlpointner in der ersten Halbzeit regelrecht vorführen lies und am Ende mit einem Tor verlor. Dass diese Revanche am Ende glückte, lag an zwei Faktoren: Zum einen spielte der TVG konsequent im Angriff, zum anderen zeigten zwei Spieler bei ihrem Comeback nach langen Verletzungen wieder vollen Einsatz. Der Gastgeber war von allen Positionen gefährlich und lag bereits nach zehn Minuten mit 9:5 in Führung. Tom Hochmuth war es in dieser Phase, der Verantwortung übernahm und fünf seiner sechs Treffer in Halbzeit eins erzielte. „Die erste Halbzeit war geprägt vom Tempo und den Löchern in beiden Abwehrreihen. Vorne spielen wir unsere Chancen sauber raus, hinten haben wir den Kreisläufer leider überhaupt nicht in den Griff bekommen und auch der nötige Rückhalt vom Torhüter hat gefehlt“, erläuterte Coach Tobias Mühlpointner die Licht- und Schattenseiten seines Teams. Folge waren viele Tore und ein 18:18 zur Halbzeit.

Besonders laut wurde es, als Max Körner nach viermonatiger Verletzungspause sein erstes Tor zum 25:22 (43.) schoss. Körner, der den angeschlagenen Spielmacher Jonathan Siegler bestens vertrat, kam bei seinem Comeback auf sechs Treffer, zu denen auch die entscheidenden Tore zum 32:28 und 33:28 wenige Minuten vor dem Abpfiff zählten. „Max hat heute überragend gespielt. Hut ab vor der Leistung, nach der langen Pause und nur fünf Trainingseinheiten“, lobt Mühlpointner den Youngster. Auch sonst waren es vor allem die jungen Spieler, die so richtig Spaß machten. So zeichnete sich A-Jugend-Torhüter Max Wien nach seiner Einwechslung mit zahlreichen Paraden aus und bediente Julian Fähnle und Alexander Schäfer auf den Außenpositionen. Vor allem Fähnle spielte stark, überwand die Keeper siebenmal.

Dass der TVG sich letztlich auf 35:30 absetzte, lag auch an der Umstellung auf eine offensivere Abwehr, die dazu führte, dass den Gästen der Dampf ausging und sie dem hohen TVG-Tempo Tribut zollen mussten. Mühlpointner: „Natürlich bin ich zufrieden, vor allem wenn man bedenkt, was für eine junge Truppe da spielte. Dennoch fehlte mir der Zugriff in der Abwehr, da waren wir zu träge. Unser Angriff fand jedoch immer wieder Antworten auf die Gegentore.“

TV Großbottwar:
Wien, Rupprecht – K. Leistner (4), Klumpp (3), Schäfer (3/1), Zimmermann, Pantle, Höcht, Körner (6/1), Müller (2), Siegler (4), Fähnle (7), Hochmuth (6), J. Leistner.

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