Betrugsfall in Steinheim Angeblicher Arzt erschwindelt sich tausende Euro

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Kennengelernt hatten die Seniorin und der Betrüger sich über das Internet. Foto: Archiv (dpa)

Eine 81-Jährige ist im Internet von einem angeblichen US-Militärarzt kontaktiert worden. Damit er ihr Geburtstagspakete zusenden kann, sollte sie die Zollgebühren übernehmen - in Höhe von mehreren tausend Euro.

Eine 81-jährige Steinheimerin ist dank ihrer Bank in einem Betrugsfall vor größerem finanziellen Schaden bewahrt worden. Die Seniorin hatte am Mittwoch zum wiederholten Male eine Überweisung an ein Konto tätigen wollen, das den Mitarbeitern dubios vorgekommen war. In der Folge verwehrten sie ihrer Kundin den Geldtransfer - und lagen damit goldrichtig.

Angeblicher Militärarzt spielt die Liebe vor
Wie sich herausgestellt hat, war die 81-Jährige zum Opfer eines sogenannten "Love Scams" geworden. Dabei handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei welcher der Betrüger die große Liebe vorgaukelt. Kennengelernt hatte die Dame den oder die Täter dabei im Internet. Der Mann hatte sich als US-amerikanischer Militärarztes ausgegeben, der sich zurzeit in Syrien im Einsatz befinden würde. Im weiteren Verlauf liefen dann irgendwann mehrere tausend Euro Zollkosten für Geburtstagspakete auf.

Kontolimit stoppt Überweisungen vorerst
Als die 81-Jährige daraufhin den Kontakt abbrach, meldete sich der Täter über ein soziales Netzwerk erneut bei ihr. In der Folge kam es aber wieder zu Geldforderungen, denen die Seniorin zumindest mit einem kleinen Teilbetrag nachkam. Nachdem sie aufgrund eines Kontolimits keine weiteren Überweisungen mehr tätigen konnte, begab sie sich schließlich direkt zur Bank. Dort wurde der Schwindel erkannt und die Polizei verständigt.