Steinheim/Triathlon Nur 13 Sekunden fehlen für den neuen Rekord

Von
Die Triathleten sind auf der Strecke von Zuschauern und ehrenamtlichen Helfern unterstützt worden.Für die erste Etappe sind die Triathleten ins Wasserbecken gestiegen. Foto: Werner Kuhnle

Steinheim - Bei der ersten Auflage im „Erwachsenenalter“ sind am Sonntag beim 19. mz3athlon rund 750 Sportler an den Start gegangen. Und es war ein gelungener Wettkampftag – das machten gerade auch die Teilnehmer nach ihren Zieleinläufen deutlich. Die Athleten wagten sich wieder in verschiedenen Schwierigkeitsstufen auf die Strecke im und ums Wellarium in Steinheim. Angefeuert wurden sie beim Schwimmen, Radfahren und Laufen von Freunden, Familienangehörigen und weiteren Zuschauern. Manche Kinder am Streckenrand hatten sogar Motivations-Plakate für ihre teilnehmende Mama gebastelt. Damit beflügelten sie diese nicht nur auf den letzten Metern vor der Ziellinie, sondern gratulierten ihr teils gleich auch zum Muttertag. Es sind genau diese persönlichen Geschichten, die den mz3athlon so besonders machen.

Erfolgreich waren diesmal Michael Göhner (Team Erdinger Alkoholfrei) und Stefanie Kuhnert (VfL Pfullingen), die sich auf der heavy-Distanz als die Schnellsten erwiesen. Michael Göhner hatte sich diesmal etwas später angemeldet, ging deshalb nicht in der ersten Startgruppe ins Rennen. „Ich war froh, dass ich überhaupt noch teilnehmen konnte“, sagte der Profitriathlet in Anbetracht des schnell ausgebuchten Teilnehmerfeldes.

Mit einer Zeit von 1:22:38 Stunden setzte er sich an die Spitze des Feldes und kam damit beinahe an seine persönliche mz3athlon-Bestzeit von 2011 heran, als er 23 Sekunden schneller war. „Dass ich in der letzten Startgruppe war, kam mir sicherlich zugute. Sonst hätte ich das wohl nicht geschafft“, meinte Göhner, dem es als einem von wenigen Menschen schon gelungen ist, die Ironman-Distanz in einer Zeit von unter acht Stunden zu bewältigen.

Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Michael Wetzel (Team tri2b.com/TSV Dettingen) betrug 35 Sekunden. Wetzel hatte die erste Startgruppe für sich entschieden, musste Göhner in der Gesamtwertung dann aber passieren lassen. „Ich bin gut durchgekommen. Die Strecke ist anspruchsvoll, genießen konnte ich es daher erst nach dem Zieleinlauf“, sagte er schmunzelnd. Und damit, dass Michael Göhner an ihm vorbeigezogen sei, „kann ich sehr, sehr gut leben“. Auf der Strecke hatte sich Wetzel ein packendes Duell mit dem späteren drittplatzierten, Benjamin Dicke vom Tri Team Hamburg, geliefert.

Bei den Frauen kletterte wie erwartet Stefanie Kuhnert nach ganz oben aufs Siegertreppchen. Mit der Zeit von 1:27:41 Stunden hätte sie fast den von ihr selbst aufgestellten ewigen mz3athlon-Rekord aus dem vergangenen Jahr unterboten, als sie 13 Sekunden schneller war. „Ich bin super zufrieden, heute hat es wirklich gut geklappt. In allen drei Disziplinen habe ich mich super gut gefühlt“, sagte die Triathletin, die 2016 Ironman-Weltmeisterin auf der Mitteldistanz wurde. Der mz3athlon stellte für sie den ersten Wettkampf des Jahres, und damit eine Standortbestimmung dar. „Für mich ist das super. Ich fahre nur eine Stunde hier her, und der mz3athlon ist irgendwie heimelig und nicht zu groß. Da mache ich gerne mit.“

Platz zwei auf der heavy-Distanz holte Laura Jansen vom Ski Club Heidelberg, die 1:35:32 Stunden benötigte. Damit war sie zwar fünf Minuten langsamer als Gewinnerin Stefanie Kuhnert, aber auch knapp sechs Minuten schneller als die weiteren Teilnehmerinnen.

Auf der classic-Distanz, die 293 Teilnehmer finishten, standen die Sieger aufgrund der vielen Startgruppen ebenfalls erst fest, nachdem auch alle Triathleten die Strecke gemeistert hatten. Den Sieg bei den Männern durfte letztlich Nils Friedrichs vom SV Ludwigsburg bejubeln, der 56:44 Minuten lang unterwegs war – und damit fast zwei Minuten kürzer als der zweitplatzierte Lucas Weithoff vom DLC Aachen. Bei den Frauen setzte sich bei ihrem Heimspiel Melanie Altenbeck vom Team Silla Hopp mit einer Zeit von 1:07:02 Stunden vor Betti Wissmeier-Huber vom TC Backnang durch, die 1:10:19 Stunden benötigte.

Gewonnen hat Betti Wissmeier-Huber, die aus Murr kommt, damit die neu eingeführte bottwartäler-Wertung, bei der die schnellsten classic-Starter aus der Region mit einer Jahreskarte fürs Wellarium ausgezeichnet werden. Bei den Männern durfte sich Felix Krauter, ebenfalls aus Murr kommend, über diesen Preis freuen.

Spannend ging es in der light-Variante zu. Manuel Knop vom TSV Neustadt lieferte sich mit Sven Heinle vom SV Ludwigsburg einen Schlussspurt, in dem Knop nach 37:41 Minuten letztlich vier Sekunden schneller war. Weniger spannend war es bei den Frauen: Janet Wohlfarth vom VfL Waiblingen war mit 40:51 Sekunden rund eine Minute flotter als Farah Schillmüller von den Schillis.

Als schnellste Staffel ging nach 59 Minuten und zwei Sekunden das Team 2 der Kieferorthopädie Dr. Fuchs ins Ziel.

Artikel bewerten
7
loading