Marbach/Fußball Gegentor zur Niederlage fällt in der Nachspielzeit

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Filmon Woldezion und der FC haben eine unglückliche Pleite kassiert. Foto: Archiv (avanti)

Marbach - Hast du kein Glück, kommt auch noch Pech dazu – unter diesem Motto könnte die Auswärtspartie des FC Marbach am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga beim SV Perouse stehen. Denn der Tabellenletzte stand mit einer 0:1 (0:0)-Niederlage am Ende wieder mit leeren Händen da – diesmal durch ein Gegentor in der Nachspielzeit. „Eigentlich wäre ein Sieg für uns verdient gewesen. Für den Gegner war es fast peinlich, gewonnen zu haben. Aber das ist Fußball“, hadert Trainer Niko Koutroubis.

Der FC trat diesmal mit einer Vierer- statt mit einer Fünfer-Abwehrkette an, dafür standen mit Pierre Fees und Bastian Feilner zwei Mittelstürmer im Team. „Wir brauchen einfach Tore“, kommentiert Koutroubis diese Maßnahme. Doch das alles half nichts: Trotz bester Chancen gelang den Marbachern auch in Perouse kein Treffer. Damit steht die magere Ausbeute von zehn Toren in neun Ligaspielen. Und viel schlimmer: der letzte Tabellenplatz mit vier Punkten Rückstand auf die davor stehenden TSV Heimsheim, SpVgg 07 Ludwigsburg und SGM Riexingen.

Zumindest kam der FC zu hochkarätigen Torchancen. „In der ersten Halbzeit waren es drei oder vier“, so Koutroubis. Doch einmal lupfte Fees den Ball zu kurz über den herausgerückten Keeper, einmal schoss Feilner freistehend drüber. „Da fehlt’s uns einfach“, meint der Trainer. Im zweiten Durchgang hatten die Marbacher das Geschehen ebenfalls über weite Strecken im Griff, waren offensiv aber nicht mehr so zwingend. Einmal hatte man hingegen Glück, als die Hausherren nur die Querlatte trafen.

Und so kam es am Ende doch, wie es für einen Letzten in dieser Situation eben oft kommt: Nach einer Hereingabe von halbrechts hält der Perouser Tarik Ören im Strafraum die Picke hin und trifft in der 93. Minute ins Tor. „Das war ein Kullerball. Leider war unserem Keeper Alex Komenda die Sicht verdeckt. Es ist einfach unglaublich“, beschreibt Niko Koutroubis die spielentscheidende Szene. Der Schiedsrichter pfiff zwar nochmal an und Marbach bekam noch zwei Standardsituationen zugesprochen, für den Ausgleich reichte das aber nicht mehr. „Wir müssen jetzt wieder aufstehen. Zumindest die defensive Stabilität ist vorhanden, wir haben auch gut gegen den Ball gearbeitet“, sieht Koutroubis Positives. Auch er weiß natürlich, dass man sich ohne eigene Tore aber aus dieser Situation nicht wird befreien können. FC Marbach:
Komenda – M. Kaya (84. Urbani), Linke, Ajji, Klein – Benz, Danner(27. Oliveri), Zieba, Lach (77. Erdogan) – Fees, Feilner (46. Woldezion).

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