Marbach Band gelingt Achtungserfolg in den Charts

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Daniela Bellin, Felix Gschwind (Zweiter von links) und Co. starten mit Sightwinder gerade durch. Foto: privat

Marbach - Entstanden sind die Stücke des neuen Albums „I feel you“ der Marbacher Band Sightwinder über einen Zeitraum von fünf Jahren. „Es war nicht so, dass wir gesagt haben ‚Jetzt machen wir ein Album‘“, meint der Gitarrist Felix Gschwind, der zugleich der Mann in der Band ist, die für die Melodien und Harmonien verantwortlich zeichnet. Sängerin Daniela Bellin schreibt die Texte. „Es geht viel um Liebe und Gefühle“, erzählt die blonde Künstlerin. Inspirationen für die Lieder nimmt sie also aus dem wahren Leben. „Ein Abrechnungslied ist auch drauf“, gibt Daniela Bellin zu.

Sobald Bandkollege Gschwind ihr die Melodien und Akkorde zukommen lässt, macht sie sich an die textliche Verarbeitung. „Ich überlege mir, wenn es Filmmusik wäre, wie der Film dazu aussieht“, erklärt sie. „Das macht Sting übrigens genauso“, führt sie lachend weiter aus. Das habe der Sänger mal bei einem Konzert gesagt. Entstanden sind die elf Songs auf dem neuen Album daher nach und nach. „Man muss alles in eine richtige Form bringen.“ Mit involviert sind noch vier weitere Musiker – Timo Herberholz (Bass), Fabian Maier (Schlagzeug und Percussion), Georg Lange (Trompete) sowie Toni Bechtold (Saxofon).

Die Musiker haben vor Kurzem auch einen Plattenvertrag an Land gezogen. Sie wurden mit einem Label in Winnenden handelseinig. Die Band hat sich einfach bei „seven us media group“ beworben – und wurde prompt angenommen. „Der Musikverlag kümmert sich auch um die Gema-Geschichte“, erläutert Bellin. Dem Plattenvertrag sei es zudem zu verdanken, dass die beiden ausgekoppelten Singles „Free“ und „I feel you“ beim Internetanbieter Amazon jeweils zwei Wochen lang kostenlos zum Download zur Verfügung standen.

Mit „I feel you“ landeten Sightwinder auf Platz 27 der Download-Charts. „Man tritt gegen Xavier Naidoo und Passenger an“, verdeutlicht Gschwind den Erfolg. „I feel you“ habe sich außerdem ziemlich lange gehalten. Der Stolz über die Platzierung ist den Musikern deutlich anzusehen, denn immerhin haben sie viel Zeit, Geld und Schweiß in die Produktion investiert.

Doch auch so liegen ereignisreiche Wochen hinter den Musikern. Länger als sonst haben sie Zeit im Studio verbracht – insgesamt zehn Tage. Drei Tage seien für die Aufnahmen allein bestimmt gewesen, vier Tage habe die Band mit den Soli verbracht. Viel Zeit habe auch das Mixen und Mastern in Anspruch genommen. „Eine Aufnahme ist tierisch anstrengend“, sagt Bellin. „Mich stresst das immer.“ Trotzdem sei die Stimmung in der Band super und der Zusammenhalt durch das Album verstärkt worden. Und die Pläne für die nächsten Wochen? Sightwinder wollen noch eine dritte Single aus dem Album auskoppeln und dann ein Video produzieren. Genaues wird noch nicht verraten – nur so viel, dass ein Ameisenbär eine tragende Rolle spielt.

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