Großbottwar Schnelleres Netz für Stadt und Stadtteile

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Die Arbeiten in der Storchenstadt sollen noch in diesem Jahr beginnen. Foto: Deutsche Telekom AG

Großbottwar - Gute Nachricht für viele Bürger von Großbottwar, Hof und Lembach sowie vom Sauserhof: Die Deutsche Telekom hat angekündigt, in der Stadt sowie in den genannten Stadtteilen die Infrastruktur für eine schnellere Internetverbindung zu schaffen. Das gab Bürgermeister Ralf Zimmermann in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates bekannt.

Auf Nachfrage bestätigt das Telekommunikationsunternehmen das Vorhaben. „Wir investieren jährlich fünf Milliarden Euro in Deutschland und davon wird auch Großbottwar profitieren, mitsamt Hof, Lembach und dem Sauserhof“, teilt Hubertus Kischkewitz, Telekom-Pressesprecher in Baden-Württemberg, mit. Angedacht sei, Glasfaserkabel bis in die Straßen zu verlegen. Die Straßenverteiler sollen zudem technisch aufgerüstet und zu „Minivermittlungsstellen“ entwickelt werden.Dank der sogenannten Vectoring-Technik können die vorhandenen Kupferleitungen dann zunächst auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde beschleunigt werden. Zum Vergleich: Laut der Breitband-Übersichtskarte der Telekom können Verbraucher bislang in weiten Teilen Großbottwars sowie in den genannten Teilorten nur bis zu 16 Mbit/Sekunde abrufen, im Zentrum und Süden Großbottwars immerhin bis zu 50 Mbit/Sekunde. Was wirklich bei den Bürgern ankommt, hängt jedoch auch von der Entfernung zum jeweiligen Verteilerkasten ab.

Wann die schnelleren Anschlüsse in Betrieb genommen werden können, ist laut Hubertus Kischkewitz noch ungewiss. Angedacht sei, mit den Arbeiten noch im Laufe dieses Jahres zu beginnen. Vom „vierten Quartal“ spricht hierbei Bürgermeister Ralf Zimmermann. Künftig könnte die Internetverbindung dank der Supervectoring-Technik dann noch mal deutlich verschnellert werden, auf Maximalwerte von 300 Mbit/Sekunde. Die Telekom beginnt Mitte dieses Jahres mit der Vermarktung dieser Technik. Welche Gebiete und Kommunen wann an der Reihe sind, sei aber noch nicht entschieden, so Kischkewitz.Als „frohe Kunde“ ordnet Ralf Zimmermann den bevorstehenden Ausbau ein. Zumal die Kosten hierfür die Telekom übernimmt. Im vergangenen Jahr waren von Unitymedia bereits rund 100 Haushalte in Winzerhausen ans Glasfasernetz angeschlossen worden. Die Erschließung des übrigen Stadtteilgebiets soll in bis zu drei Abschnitten erfolgen, frühestens aber 2019.

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