Großbottwar Ein Tag voller Abenteuer im Hardtwald

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Gemeinsame Spiele und Beobachtungen haben den Tag im Wald zu einem Erfolg gemacht. Foto: Albverein

Großbottwar - Sommerferien – 30 Grad und was nun? Das dachten sich wohl auch die 21 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren, die sich mit dem Schwäbischen Albverein Ortsgruppe Großbottwar auf eine Tour begeben haben. Die hohen Temperaturen machten auch dem Betreuer-Team ein wenig Kopfzerbrechen, und so entschloss man sich, ein Teil der Wanderstrecke mit dem Auto zu fahren.

Gestartet wurde am Rohrbachtäle, wo sich die Gruppe nach einem lauten „Hallo“ auf die Spuren des Hardy-Pfades begab. Es dauerte nicht lange und dann wurden schon die ersten kleineren Waldbewohner gesichtet und in Becherluppen begutachtet. Schon unterwegs lernten sich die Kinder bei einem Spiel ein wenig kennen und plauderten vergnügt miteinander. Dabei mussten die Erwachsenen schnell erkennen, dass die Kinder ein deutlich besseres Namensgedächtnis hatten.

Groß war die Aufregung, als Selina Flaisch in einer Pfütze viele kleine Frösche entdeckte und diese genauer untersucht werden konnten. Im Anschluss ging es zum eigentlichen Start des Hardy-Pfades. Hier wurden die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt und es folgte direkt die erste Station. Leise und vor allem aufmerksam mussten die Kinder durch einen Pirschpfad schleichen, so konnten sie verschiedene Bewohner des Waldes entdecken. Ein gutes Auge war gefragt und es fiel den Kindern sichtlich schwer, das Gesehene nicht gleich preiszugeben.

Leider, so konnten die Kinder von zwei Waldarbeitern hören, mussten schon die ersten Reparaturen an den Holzwaldtieren durchgeführt werden. Ein Grund für uns, den Kindern noch einmal nahezulegen, wie wichtig es ist, nichts zu zerstören.

Beim Weitsprung konnten die Kinder ihre Sprungkünste mit denen verschiedener Tierarten messen, da die Sprungweite in Eichhörnchen, Maus, Hase und andere Waldtiere eingeteilt war. Auch das Balancieren auf den Baumstämmen, die stark wippten, war eine sehr schwierige Aufgabe, welche die Kinder jedoch voller Eifer bewältigten. Noch viele weitere Stationen wurden durchlaufen, bevor wir an der Grillstelle am Feuersee ankamen. Hier konnten die Kinder eine Rote Wurst und kühle Getränke zu sich nehmen.

Lange blieben sie jedoch nicht sitzen, dann nutzten sie die Gelegenheit, den Wald zu erobern, zu graben und zu klettern. Zudem machte sich eine kleine Gruppe von Kindern auf, um mit einem Kran Wasser aus dem Feuersee zu holen und dann zu sehen, wie das Wasser das Wasserrad antreibt. Da wir jedoch noch nicht am Ende unserer Tour waren, ging es im Anschluss auch schon weiter zur nächsten Station. An den folgenden Stationen konnten die Kinder dann erneut ihre guten Augen unter Beweis stellen, herausfinden, wer am besten zielen kann, und gegen Paul Nagel im Tauziehen ihre Kräfte messen. Die Zeit verging wie im Flug und und so war es nicht verwunderlich, dass wir uns auf dem Rückweg etwas beeilen mussten, um die wartenden Eltern nicht länger auf die Folter zu spannen. Viel zu schnell war der Tag vergangen und auch dieses Jahr konnten 21 teils müde aber zufriedene Kinder von ihren Eltern empfangen werden. Und mit einem „Wir kommen wieder“ gingen alle nach Hause.

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