Beilstein/Handball Ausnahmsweise mal nicht in der Favoritenrolle

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Alisa Berger wird den SG-Frauen im Pokalspiel am Samstag fehlen. Foto: Archiv (avanti)

Beilstein - In der Württembergliga marschieren die Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal in dieser Saison bislang ungefährdet durch. Mittlerweile stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob es der Mannschaft gelingt, ohne Minuspunkt durchzukommen, wenngleich man das von Vereinsseite natürlich nicht so deutlich formuliert. Da ist es mal die absolute Ausnahme, dass dieSG-Frauen in einem Spiel nicht in der Favoritenrolle sind. Das wird am morgigen Sonntag (16 Uhr) der Fall sein, wenn die Mannschaft von Trainer Michael Stettner im Viertelfinale des HVW-Pokals den eine Liga höher spielenden TSV Heiningen in der Beilsteiner Langhanshalle empfängt.

Die Gäste sind vergangene Saison in die BWOL aufgestiegen und belegen dort derzeit Platz fünf – und das absolut zu recht, wie Michael Stettner findet: „Heiningen steht nicht umsonst so gut da, die haben eine wirklich gute und vor allem ausgeglichene Truppe. Mir fällt jetzt direkt keine Position oder Spielerin ein, die es hervorzuheben gilt, was ich allerdings als Kompliment verstanden haben möchte.“ Der TSV ist für die SG Schozach-Bottwartal kein unbekannter Gegner, denn bereits zweimal hat man sich in den vergangenen Monaten auf dem Feld gegenübergestanden. „Beim Testspiel in Heiningen haben wir verloren. Beim Vorbereitungsturnier konnten wir sie dann nach komplett verpatztem Start knapp schlagen“, erinnert sich Stettner.

Der SG-Coach muss imm Pokalspiel allerdings auf eine Schlüsselspielerin verzichten: Alisa Berger, die vor Saisonbeginn vom Zweitligisten SG H2Ku Herrenberg unter den Langhans gewechselt war, wird nicht dabei sein. „Wir haben versucht, das Spiel auf einen anderen Termin zu legen, das war aber leider nicht möglich“, erklärt Michael Stettner und fügt hinzu: „Das tut natürlich weh – aber ich habe volles Vertrauen in die Mannschaft, dass wir das als Kollektiv auffangen.“ Den Part von Alisa Berger im linken Rückraum sollen sich Isabel Mangold und Janina Spieth – die ja auch schon einige Jahre Drittliga-Erfahrung vorzuweisen hat – aufteilen. Ansonsten muss die SG nach wie vor auf Rechtsaußen Anna Asmuth (Knieverletzung) und Torhüterin Samira Antl (Auslandsaufenthalt) verzichten, der Rest des Kaders steht nach derzeitigem Stand zur Verfügung.

Für Michael Stettner ist der Pokalwettbewerb, der bei vielen Vereinen nur eine Nebenrolle spielt, „in diesem Jahr ein Stück weit interessanter. Wir haben bislang drei Auswärtsspiele erfolgreich gestalten können. Jetzt versuchen wir natürlich, den nächsten Schritt zu gehen, was gleichzeitig den Einzug ins Final Four bedeuten würde. Dass wir dabei endlich auch mal ein Heimspiel haben, freut uns natürlich“, sagt der Coach, der auf die entsprechende Unterstützung von den Rängen hofft. Das Erreichen des Final Four-Turniers wäre für die SG Schozach-Bottwartal schon ein großer Erfolg, befände man sich doch in erlauchter Gesellschaft. Bislang stehen als Teilnehmer bereits die beiden Drittligisten TV Möglingen und SG BBM Bietigheim II fest, den vierten Platz spielen FrischAuf Göppingen II und die HSG Fridingen/Mühlheim – derzeit Erster und Siebter der Württembergliga Süd – untereinander aus.

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