Wahid Faghir und Chadrac Akolo Die verblüffende Parallele zweier Last-Minute-Tore des VfB Stuttgart

Von Christian Pavlic
Wahid Faghir jubelt nach seinem Tor für den VfB Stuttgart. Foto: AFP/THOMAS KIENZLE

Am Sonntag sorgte Wahid Faghir mit seinem Last-Minute-Tor für Ekstase bei den Fans des VfB Stuttgart. Der Treffer erinnert an einen sehr vergleichbaren Moment im Jahr 2017.

Stuttgart - Sonntagabend, kurz vor 19.30 Uhr. Der VfB Stuttgart liegt gegen den 1. FC Union Berlin mit 0:1 zurück, agiert in Unterzahl und kann bis zu diesem Zeitpunkt keine echte Offensivkraft entfalten. Bis der eingewechselte Wahid Faghir an den Ball kommt – und die Arena in Bad Cannstatt zum Kochen bringt.

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In der dritten Minute der Nachspielzeit markierte der 18-jährige Däne den nicht für möglich gehaltenen Ausgleich – und bescherte dem Club aus Cannstatt so den zehnten Zähler in der laufenden Bundesliga-Saison. Kurios: In seiner Entstehung erinnert dieser Moment frappierend an einen anderen Last-Minute-Treffer des VfB in der jüngeren Vergangenheit.

Am 13. Oktober 2017, also fast genau vor vier Jahren, schickte sich Chadrac Akolo an, um dem Wahnsinn im Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln die Krone aufzusetzen. Auch er war im Strafraum von mehreren Gegenspielern umzingelt. Auch er versuchte es einfach mal aus mehr als zehn Metern. Auch sein vergleichsweise harmloser Flachschuss wurde abgefälscht – und ließ dem Torhüter der Gäste keine Chance. Das 2:1 für den VfB.

Ausgerechnet Baumgartl fälscht ab

War es damals noch FC-Keeper Timo Horn, der nur dabei zusehen konnte, wie das Spielgerät neben ihm die Linie überquerte, so war es an diesem Sonntag der bemitleidenswerte Union-Torwart Andreas Luthe, der beim Schuss von Wahid Faghir machtlos war – weil ausgerechnet Ex-VfB-Profi Timo Baumgartl den Ball aus Sicht der Gäste unglücklich zum 1:1 abfälschte.

Manchmal wiederholt sich Geschichte eben doch – in diesem Fall zur Freude der vielen Fans des VfB Stuttgart.