Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart Wie sich Alexander Wehrle der Zukunft stellt

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Alexander Wehrle kann nur kurz durchatmen. Der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart hat viel Arbeit vor sich. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Der VfB Stuttgart schließt seine Saisonanalyse ab. Doch wie sich der Club in der Sportlichen Führung verstärkt, bleibt offen.

Voller Energie hat Alexander Wehrle seinen Job im März beim VfB Stuttgart angetreten – und nach der Saison ist für den Vorstandsvorsitzenden des Fußball-Bundesligisten vor der Saison. Er gibt weiter Gas. Gemeinsam mit dem Trainer Pellegrino Matarazzo, dem Sportdirektor Sven Mislintat und dem Organisationschef Markus Rüdt hat er nun die abgelaufene Spielzeit eingehend analysiert. Eine Spielzeit, die auf dramatische Weise ein glückliches Ende fand. Eine Spielzeit aber auch, in der Fehler gemacht wurden.

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„Wir haben in einer vertrauensvollen und sehr guten Atmosphäre eine intensive Analyse der vergangenen Saison durchgeführt. Mit dem Klassenerhalt wurde das avisierte Saisonziel in letzter Minute mit einer großartigen Energieleistung erreicht. Dafür gebührt allen Beteiligten ein großes Kompliment“, erklärte Wehrle. Um sich dauerhaft zu stabilisieren, ist man beim VfB jedoch zu der Einschätzung gekommen, sich in allen Bereichen verbessern zu wollen – vielleicht muss es der Traditionsverein sogar.

„Dieses Ziel wollen und werden wir gemeinsam und mit großer Motivation und Freude angehen“, führte der AG-Boss weiter aus. Was schnell dahingehend interpretiert wurde, dass die Stuttgarter die kommende Saison in unveränderter Personalkonstellation angehen wollen – mit Matarazzo und Mislintat. Das stand grundsätzlich auch nicht in Zweifel. Allerdings ist nach Informationen unserer Redaktion vorgesehen, dass der VfB die Sportliche Führung erweitert.

Eine Entscheidung diesbezüglich ist aber noch nicht gefallen. In der nächsten Woche sollen dazu weitere Gespräche geführt werden, da es auch darum geht, in Sachen Kaderplanung mehr Kompetenz in den Club zu holen, möglicherweise mit einem Sportvorstand von außen. Doch es gibt auch andere Überlegungen. Bisher ist Wehrle der Kernbereich zugeschrieben – wie es bei seinem Vorgänger Thomas Hitzlsperger war. Der frühere Nationalspieler hatte Mislintat großen Gestaltungs- und Freiraum gewährt. Das könnte sich in der künftigen Aufstellung ändern. Ein heikler Punkt, den Wehrle mit dem Sportdirektor auszuloten hat.