VfL Bochum gegen VfB Stuttgart „Am Ende fehlte uns der Punch“

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Der VfB Stuttgart hat in Bochum ein 0:0 errungen, Neuzugang Chris Führich (Bild) kam zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die Schwaben. Foto: dpa/Bernd Thissen

Nach dem 0:0 des VfB Stuttgart beim VfL Bochum am sechsten Bundesliga-Spieltag haben sich die beteiligten Akteure zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

Bochum/Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat am sechsten Spieltag der Fußball-Bundesliga beim VfL Bochum 0:0 gespielt.

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Nach der Begegnung in Bochum haben sich die beteiligten Akteure geäußert. Wir tragen die Stimmen zum Spiel zusammen.

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo:

„Das Positive ist, dass die Null steht. Wir haben gut verteidigt, es war auch eine gute Torwartleistung. Trotzdem wollten wir hier in Bochum drei Punkte holen. Wir kamen in der ersten Halbzeit nicht richtig klar - in der zweiten Halbzeit haben wir einfacher gespielt und kamen dadurch besser ins Spiel. Ich beschäftige mich nicht mit den Spielern, die nicht da sind, sondern mit denen, die spielen. Da ist noch mehr Potenzial da. Es geht für uns auch weiterhin darum, Offensivprinzipien im letzten Drittel zu trainieren. “

VfL-Coach Thomas Reis:

„Wir haben die erste Halbzeit sehr dominiert, keine Torchance zugelassen. Damit war ich sehr zufrieden. Aber uns fehlt das letzte Quäntchen vor der Box, dass die Flanke sauber zum Mitspieler kommt. In der zweiten Halbzeit hat Stuttgart mehr vom Spiel gehabt. Wir müssen mit dem 0:0 leben. Wir sind nicht ganz im grünen Bereich, wir hätten schon gerne mehr Punkte.“

VfB-Abwehrspieler Waldemar Anton:

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir zu Null gespielt haben. Am Ende fehlt vorne die Zielstrebigkeit - daran müssen wir arbeiten. Wir haben genügend junge Spieler da vorne drin, die das können. Wenn uns das gelingt, geht es auch wieder nach oben. In erster Linie war es wichtig, dass wir eine gute Leistung zeigen. Das haben wir getan. Es ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.“

VfB-Neuzugang Chris Führich:

„Ich sollte Zielstrebigkeit und Tempo nach vorne reinbringen - das habe ich versucht. Ich bin glücklich wieder zurück und verletzungsfrei zu sein. Wir nehmen das Positive mit und zeigen nächste Woche eine Reaktion. Der letzte Pass und den Ball aufs Tor zu bringen - das wird in den nächsten Wochen wichtig.“

VfB-Sportchef Sven Mislintat:

„Ich finde, in der ersten Halbzeit waren wir 15 Minuten gut, 15 gehörten Bochum und 15 waren ausgeglichen. Der zweite Durchgang gehörte komplett uns. Insofern kann man hier schon ein 1:0 mitnehmen – aber der Treffer zählte zu Recht nicht. Für ein Auswärtsspiel in der Bundesliga haben wir es gegen diesen Gegner gut gemacht, die Systemumstellung auf Raute hat uns gut getan. Dann haben wir so gespielt, wie wir es eigentlich von vorne weg spielen wollten. Wir haben zwar nicht die Riesenchancen gehabt, waren aber gut im Ballbesitz. Am Ende fehlte uns etwas der Punch.“

VfL-Keeper Manuel Riemann:

„Wenn wir diese Spiele zuhause nicht gewinnen - bei aller Liebe: wo wollen wir dann unsere Punkte holen? Da müssen wir geiler sein, diesen Dreier zu holen. Das nervt mich. Da bleiben wir in der Schlussphase dreimal liegen. Da müssen wir aufstehen - und weiter gehts!“

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