VfB Stuttgart Tumor-Erkrankung – Sorge um Kult-Physio Gerhard Wörn

Von Dirk Preiss
Gerhard Wörn (re.) ist beim VfB Stuttgart seit Jahrzehnten hoch angesehen. Foto: Baumann/Julia Rahn

Beim VfB Stuttgart ist er als Physiotherapeut eine Institution. Gerhard Wörn hat unendlich viele Profis unterstützt – nun drücken sie ihm die Daumen.

Wer als Spieler des VfB Stuttgart auf dem Platz einen Arzt benötigt, schaut in wechselnde Gesichter. Das Mediziner des Profiteams wechseln sich ab mit ihren Einsätzen. Eine Konstante dagegen ist Gerhard Wörn – und das seit Jahrzehnten. Der Physiotherapeut betreut die verletzten oder angeschlagenen Spieler noch auf dem Platz, umsorgt ihre Muskulatur zwischen den Spielen und hat als ehemaliger Spieler der Weiß-Roten auch immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Profis.

In den nächsten Wochen allerdings muss das Team erst einmal ohne hin auskommen.

Beim 65-Jährigen ist eine Tumor-Erkrankung an der Prostata festgestellt worden, schon bald wird er sich einem operativen Eingriff unterziehen und daher dem VfB erst einmal nicht zur Verfügung stehen.

Viel Lob für den langjährigen Physio

„Seine Erkrankung ist eine sehr bittere Nachricht für die gesamte VfB-Familie“, sagt der VfB-Sportdirektor Sven Mislintat in einer Mitteilung des Clubs, „wir wünschen Gerhard und seiner Familie in dieser schweren Zeit viel Kraft und wünschen uns von ganzem Herzen, dass er schon bald wieder zu uns zurückkehren kann.“ Wörn sei eine in der gesamten Bundesliga „hoch angesehene Persönlichkeit“, ein „ganz besonderer Mensch“.

Auch der Physiotherapeut selbst geht offen mit seiner Krankheit um und erklärt: „Die Diagnose ist ein Schlag für meine Familie und natürlich auch für mich persönlich. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Operation erfolgreich verläuft und ich meine Tätigkeit beim VfB zeitnah wieder aufnehmen kann.“ Diese Offenheit, betont er, sei ihm wichtig. „Auch, um auf die Wichtigkeit regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen aufmerksam zu machen.“ Die kommenden Spiele des VfB verfolgt er nun vor dem TV-Gerät, „ich drücke der Mannschaft die Daumen“. Die ihm ganz sicher auch.