VfB Stuttgart So kompliziert geht es in dieser Woche weiter

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VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo muss vor dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach mit einigen Widrigkeiten umgehen. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Unter erschwerten Bedingungen setzt der VfB Stuttgart am Montag die Vorbereitung auf das Spiel bei Borussia Mönchengladbach fort. Nicht nur die Länderspiele, sondern auch die jüngsten Coronafälle bringen die neue Trainingswoche durcheinander.

Stuttgart - Die neue Woche beginnt für die Fußballprofis des VfB Stuttgart nicht anders als für Schüler oder Kindergartenkinder: mit einem Corona-Schnelltest. Der Unterschied: die Kicker durften auch am Montag ausschlafen – nach dem freien Wochenende bittet VfB-Coach Pellegrino Matarazzo erst um 17 Uhr zur nächsten Trainingseinheit.

Fehlen werden nicht nur die Nationalspieler, die mit ihren jeweiligen Heimatländern im Einsatz sind, sondern auch jene vier Profis, deren Coronatests in der vergangenen Wochen positiv waren. Waldemar Anton, Erik Thommy, Fabian Bredlow und Roberto Massimo befinden sich in häuslicher Isolation.

14 Tage müssen sie laut der behördlichen Verordnungen in Quarantäne bleiben, sofern sie nicht geimpft sind – ansonsten ist je nach Verlauf auch eine schnellere Rückkehr möglich. Der VfB macht darüber keine Angaben, doch spricht alles dafür, dass sich zumindest Bredlow trotz doppelte Impfung infiziert hat. Schließlich war der Ersatztorhüter des VfB Ende Juli im Testspiel gegen den FC Barcelona im Einsatz, in dem aufgrund vorangegangener Corona-Fälle als Vorsichtsmaßnahme alle nicht-geimpften Spieler draußen blieben.

Unabhängig davon sorgen die vier neuen positiven Fälle jetzt dafür, dass der VfB die Schutzmaßnahmen (auf freiwilliger Basis) wieder verstärkt hat. Die Testfrequenz wurde erhöht, der Kontakt zwischen den Spielern außerhalb des Trainingsplatzes minimiert. Ein gemeinsames Umziehen und Essen gibt es derzeit nicht, geduscht wird nach Möglichkeit nicht mehr in der Kabine, sondern zuhause.

Nicht nur wegen solcher Konsequenzen, sondern auch mit Blick auf die Vorbildfunktion der Spieler hat sich der scheidende DFL-Chef Christian Seifert noch einmal mit Nachdruck für eine Impfung von Fußballprofis ausgesprochen. Man habe „eine professionelle Verantwortung sich und seinem Körper gegenüber. Man verdient mit seinem Körper Geld – und zwar ziemlich viel“, sagte Seifert bei „Bild-Live“. Insofern habe er „wenig Verständnis dafür, wenn man sich nicht impfen lässt“. Die Impfquote in der Bundesliga liege nach seiner Aussage inklusive der Trainer und Betreuer bei mittlerweile 94 Prozent.