VfB Stuttgart Der Stand im Poker um Josha Vagnoman

Von Carlos Ubina
Josha Vagnoman hat sich mit dem VfB auf einen Vertrag geeinigt. Foto: IMAGO/Jan Huebner/IMAGO/Michael Taeger

Josha Vagnoman steht vor einem Wechsel nach Stuttgart. Doch noch läuft der Transferpoker um den Außenverteidiger des Zweitligisten HSV.

Er passt nahezu perfekt in das Anforderungsprofil des VfB Stuttgart: Josha Vagnoman. Denn der Fußball-Bundesligist sucht dringend einen Außenverteidiger, der idealerweise auf beiden Seiten spielen kann. Mit dem 21-Jährigen vom Hamburger SV scheint der Sportdirektor Sven Mislintat den geeigneten Mann gefunden zu haben. Vagnomans Stammposition ist rechter Verteidiger. Der deutsche U-21-Nationalspieler hat auch schon den Flügel gewechselt, weil er beidfüßig flanken kann.

Nach Medienberichten stellt sich der HSV eine Ablösesumme von sieben bis acht Millionen Euro für den gebürtigen Hamburger vor. Beim VfB äußert man sich zu der Personalie nicht. Nach Informationen unserer Redaktion steht Vagnoman aber vor einem Wechsel nach Stuttgart. Spieler und Verein sind sich über die Zusammenarbeit einig. Vagnoman soll einen Vertag bis 2026 erhalten. Jetzt läuft der Transferpoker – der bis zum Hamburger Trainingsauftakt an diesem Sonntag abgeschlossen sein soll. Der VfB startet am Montag in die Vorbereitung.

Josha Vagnoman hat sich für den Stuttgarter Weg entschieden

Fünf Millionen Euro (plus Bonuszahlungen) werden in der Branche als realistisch eingestuft. Ein Betrag, den der VfB stemmen kann, obwohl er einen satten Transferüberschuss erzielen will. Und aus dem Umfeld des Spielers verlautet, dass sich nur noch die beiden Clubs einigen müssen. Klar ist hingegen, dass der umworbene Vagnoman auch bei anderen Bundesligisten auf dem Einkaufszettel steht. Der Defensivspieler hat sich aber für den Stuttgarter Weg mit einer jungen Mannschaft entschieden. Auch, weil es im Stuttgarter Kader in Pascal Stenzel nur einen Rechtsverteidiger gibt. Alle anderen Lösungen waren eher angelernte Kräfte.

Vagnoman selbst verpasste in der vergangenen Saison wegen eines Sehnenrisses die meisten HSV-Spiele. In der zweiten Liga kam er während der Rückrunde zwölfmal zum Einsatz, erzielte zwei Treffer und bereitete zwei Tore vor. In der anschließenden Relegation gegen Hertha BSC wurde Vagnoman zweimal von HSV-Trainer Tim Walter eingewechselt – und nun scheint der Hamburger nach dem Scheitern in den Entscheidungsspielen das Ziel erste Liga doch noch zu erreichen, mit dem VfB als neuem Arbeitgeber.