Verteidiger des VfB Stuttgart Pascal Stenzel spricht über sein Startelf-Debüt und den Fehlstart

Von David Scheu
Enttäuscht: Pascal Stenzel und der VfB hängen nach der Niederlage in Wolfsburg im Tabellenkeller fest. Foto: Pressefoto Baumann/Cathrin Müller

Erstmals in dieser Saison lief Pascal Stenzel für den VfB von Beginn an auf. Der 26-Jährige sagt, wie zufrieden er mit seiner eigenen Leistung war und nimmt Stellung zur schwierigen sportlichen Gesamtlage.

Nach gerade einmal 54 Einsatzminuten in den ersten sieben Bundesliga-Partien durfte Pascal Stenzel im Auswärtsspiel des VfB Stuttgart beim VfL Wolfsburg erstmals in dieser Saison von Beginn an ran – und wurde seinem Ruf als verlässliche Alternative für die Defensive erneut gerecht.

Auf der rechten Außenverteidigerposition hatte er zwar ab und an Abstimmungsprobleme mit seinem Vordermann Silas Katompa, agierte am Ball aber meist abgeklärt und hatte er auch unter Druck die nötige Ruhe am Ball.

„Der Trainer weiß inzwischen, dass er mich reinwerfen kann“, sagte der 26-Jährige, der für der erkrankten Borna Sosa in die Anfangsformation gerückt war: „Ich versuche einfach, meinen Job zu machen und der Mannschaft Stabilität zu geben. Das war glaube ich in Ordnung.“

82 Prozent angekommene Pässe bildeten einen soliden Wert, 60 Prozent gewonnene Zweikämpfe sogar einen guten: Unter allen Stuttgarter Startelf-Spielern lag in Wolfsburg lediglich Konstantinos Mavropanos mit 64 Prozent noch einen Tick darüber.

Stenzel: „Unser Trainer geht den Weg mit uns“

Fast etwas untypisch für Stenzels an sich unspektakulären Spielstil war der Offensivdrang, der er bei seiner Torvorlage zum 2:2 an den Tag legte. Nach einer Ecke wurde er im Rückraum flach angespielt, schlug einen Haken und flankte präzise auf Torschütze Mavropanos.

„Ich bin wahrscheinlich mehr aufgefallen als sonst“, sagte auch Stenzel selbst – lenkte jedoch zugleich den Blick aufs große Ganze: „Aber am Ende bringt uns das halt auch nichts. Ich bin sauer und auch enttäuscht, dass wir das Spiel so hergegeben haben. Über allem steht das Ergebnis.“

Das war jetzt schon zum wiederholten Male unzufriedenstellend. Die Bindung zwischen Mannschaft und Trainer aber sei nach wie vor eng und gut, versichert Stenzel. „Da brauchen wir nicht drüber reden“, sagte Stenzel über die in Teilen der sozialen Medien aufkommende Kritik an Pellegrino Matarazzo. „Unser Trainer geht den Weg mit uns, den wir seit drei Jahren gehen.“

Die Mannschaft sei jetzt in der Pflicht, wieder aktiver zu verteidigen und den offensiven Fußball öfter durchzubringen. „Aber das liegt an uns und nicht am Trainer.“