Verkehrserhebung in Marbach Kameras im Stadtkern geben Rätsel auf

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Die Kameras haben keine Kennzeichen oder andere personenbezogenen Daten erfasst. Foto: KS-Images.de

An insgesamt elf  Messstellen an den Durchgangsstraßen in der Kernstadt und an zwei weiteren Punkten in Rielingshausen sind die Fahrzeuge gezählt worden.

Marbach - Eine Kamera im Straßenverkehr sorgt bei den meisten Autofahrern wohl für einen Schreckmoment. Doch die Exemplare, die am Donnerstag in der Schillerstadt an Laternenmasten hingen, zielten nicht auf Temposünder ab. „Wir haben im Auftrag der Stadt Marbach eine Verkehrserhebung durchgeführt“, sorgt eine Mitarbeitern von BS Ingenieure für Aufklärung. Gezählt wurde dabei in der Zeit von 15 bis 19 Uhr an insgesamt elf Messstellen an den Durchgangsstraßen in der Kernstadt und an zwei weiteren Punkten in Rielingshausen.

Kennzeichen sind nicht erhoben worden

Erfasst wurden ausschließlich die Verkehrsmengen und deren Verhalten, „also wie viele Autos an einer Kreuzung nach rechts oder links weiterfahren“, führt die Mitarbeiterin von BS  Ingenieure weiter aus. Kennzeichen oder andere personenbezogene Daten wurden dabei nicht erhoben. Die Kameras haben die Schüler ersetzt, die sonst oft mit ihren Klemmbrettern am Straßenrand zu sehen waren: „Wir sind so flexibler und die Zahlen sind besser nachvollziehbar.“

Außerdem müsse so keiner mehr im Regen oder am Morgen um 6 Uhr draußen sitzen. Die Daten sollen nun möglichst zügig ausgewertet und der Stadt zur Verfügung werden. Sie bilden nämlich die Basis für die Fortschreibung des Lärmaktionsplans. Aus den ermittelten Zahlen wird nämlich die Lärmbelastung errechnet. „Und diese sind dann wiederum maßgeblich dafür, welche Maßnahmen in Frage kommen und umgesetzt werden können“, so der Ordnungsamtsleiter Andreas Seiberling.

Ergebnisse voraussichtlich im Frühjahr da

Er rechnet damit, dass noch im Frühjahr die Ergebnisse von BS Ingenieure bei der Stadt eingehen. Eine weitere Zählung ist – sofern keine Kameras manipuliert wurden oder ausgefallen sind – dann nicht mehr vorgesehen, wie Seiberling weiter erklärt. „Sobald dann genügend Daten und Fakten vorliegen, wird zu gegebenem Zeitpunkt natürlich auch wieder die Öffentlichkeit eingebunden.“