Vereinsgaststätte des GSV Erdmannhausen Kulinarischer Wohlfühlort

Von Sabine Armbruster
Gastwirtin Maria Fischer und Koch Tobias Münch freuen sich auf den Neustart. Foto: Simon Granville

Die GSV-Vereinsgaststätte in Erdmannhausen hat eine neue Pächterin, die das bewährte Konzept gut bürgerlicher Küche mit neuen Ideen anreichert.

Die neue Pächterin der GSV-Vereinsgaststätte ist eine alte Bekannte in der Brezelgemeinde: Maria Fischer hat 1993 begonnen, in der Vereinsgaststätte am Herdweg zu arbeiten, die damals noch Armin Jäger gepachtet hatte. Später betrieb sie die Gaststätte zusammen mit ihrem Mann Andreas Fischer, von dem sie sich 2017 trennte und damit auch die Vereinsgaststätte verließ. Ihr Ex-Mann blieb weiterhin Pächter, bis er im Dezember vergangenen Jahres unerwartet verstarb.

Es gab mehrere Bewerbungen um die Gaststätte

Ab Mai habe der Vorstand dann mit der Suche nach einer Nachfolge begonnen, berichtet Renate Väth, die zusammen mit Jürgen Jenner und Gudrun Schmidt als Vorstand die Geschäfte des Vereins führt. „Es ging nicht eher, weil Pachtverträge vererbt werden und da erst einiges zu klären war.“ Und das Erstaunliche: Obwohl die Gastronomie durch die Coronabeschränkungen ganz schön gebeutelt worden ist, habe es in kurzer Zeit etliche Bewerbungen gegeben. Die Wahl sei dann aber schnell auf Maria Fischer gefallen: „Ihr Angebot entsprach der Ausschreibung – gutbürgerliche, deutsche Küche.“ Was nicht heißt, dass es nicht auch andere Speisen geben wird, versichert die frischgebackene Pächterin: „Weil immer mehr Menschen sich vegetarisch oder vegan ernähren, haben wir auch da einiges im Angebot – nicht nur die klassischen Kässpätzle.“ Als Beispiele nennt sie Currygemüse oder einen Semmelknödel-Salat.

Maria Fischer freut sich auf alle Fälle sehr, dass sie den Zuschlag bekommen hat. „Das Vereinsheim ist mein Zuhause, ich bin mit ganzem Herzen bei der Sache und setze alles daran, dass die Gäste zufrieden sind und sich hier wohlfühlen.“ Auch das ist ein Punkt, der dem Vorstand wichtig gewesen sei, sagt Renate Väth: „Das hier war immer schon ein Stück Heimat für unsere Vereinsmitglieder.“

Auch E-Bikes und Hunde können „auftanken“

Weil die Gaststätte neben der Halle auf der Schray aber auch immer wieder Wanderer und Fahrradfahrer von außerhalb anzieht, hat sich Maria Fischer für sie ein paar Besonderheiten einfallen lassen. In den nächsten Tagen wird eine E-Bike-Ladestation errichtet, an dem die Gäste ihre Zweiräder kostenlos aufladen können. Wenn das Restaurant einmal geschlossen hat, soll es in der Blockhütte zumindest ein Imbissangebot geben. Und auch die vierbeinigen Begleiter gehen nicht leer aus. Für sie wurde eine Dog Station angeschafft, an der Bello, Luna und Co. nicht nur frisches Wasser bekommen, sondern auch Leckerli, die – je nach Vorliebe oder Allergie – aus verschiedenen Spendern entnommen werden können.

Es wurde einiges investiert

Für diese und andere Besonderheiten hat die neue Pächterin rund 80 000 Euro in die Hand genommen. „Aber damit habe ich gerechnet“, sagt sie. Auch der Verein hat einiges investiert. Vor zwei Jahren wurde der Gastraum komplett renoviert, aktuell sind im Außenbereich noch Handwerker zugange, und auch in der Küche wurden ein paar Dinge erneuert. Im Großen und Ganzen behalte sie das Konzept ihres Ex-Mannes bei, versichert Maria Fischer. Auch der Name „An Fischers Herd“ bleibt. Wie früher gibt es zwei Schnitzeltage, einen Bratentag, zudem wöchentlich, je nachdem, was gerade Saison hat, wechselnde Angebote. Wieder eingeführt werden soll außerdem ein Tag mit Angeboten für Senioren.

Anders als viele ihrer Kollegen hatte Maria Fischer keine Probleme, Mitarbeiter zu finden. Der frühere Koch Tobias Münch ist ebenso zurückgekehrt wie einige Servicemitarbeiter. Nun freuen sich alle darauf, dass es bald wieder losgeht. Und auch die Erdmannhäuser können es offenbar kaum abwarten. „Wir haben jetzt schon eine große Zahl von Reservierungen“, so Maria Fischer. Und auch Renate Väth ist glücklich, dass es nun außer dem Schützenhaus in Erdmannhausen bald eine weitere Gaststätte gibt.