Turnen KSV: Vorbereitung mit Hindernissen

Von Marius Venturini
Kämpfernatur: Joana Lamatsch hat sich ein Außenband gerissen. Foto:  

Die Turnerinnen der KSV Hoheneck steigen in der 3. Bundesliga Süd wieder ein.

Die Sommerpause dauert für die Turnerinnen, so auch bei der KSV Hoheneck, traditionell etwas länger. Die Riege hat in der 3. Bundesliga Süd ihren bislang letzten Wettkampf am 22. Mai absolviert. Danach war Training angesagt – bis zu diesem Samstag. Denn um 15.15 Uhr startet für die Turnerinnen um Trainerin Uta Ziegler in der Balinger Sparkassen-Arena der zweite von vier Wettkampftagen. „Und wir sind gut vorbereitet“, betont Ziegler vorab.

Allerdings: Reibungslos haben ihre Sportlerinnen die Zeit seit dem Heimwettkampf im Mai nicht hinter sich gebracht. Besonders schlimm erwischte es im September-Trainingslager Carolin Knoch aus Marbach. Nach ihrer Babypause hatte sie sich willensstark zurückgemeldet, nun riss sie sich die Achillessehne. „Das ist ein herber Verlust für uns, sportlich wie mental“, kommentiert Uta Ziegler. Joana Lamatsch aus Pleidelsheim erwischte es ebenfalls im Trainingslager mit einem Außenbandriss. „Sie ist eine echte Kämpferin“, sagt Ziegler, die sich darüber freut, dass die 22-Jährige dennoch an vier Geräten einsetzbar sein wird. Ansonsten erschwerte die ein oder andere Erkrankung, auch Corona, die Vorbereitung.

Apropos Trainingslager: Das absolvierten die KSVlerinnen in der heimischen Halle sowie in Leonberg – und unter Anleitung der ehemaligen Bundestrainerin Ulla Koch nebst Ehemann Dieter, ebenfalls Turntrainer. „Sie war bei unserem Heimwettkampf im Mai vor Ort, so sind wir in Kontakt geblieben“, berichtet Uta Ziegler, „und für uns ist das natürlich etwas ganz besonderes.“

Als Herausforderung erweisen sich für die Übungsleiterin allerdings die verschiedenen Trainingsorte der Mannschaftsmitglieder. Viele studieren auswärts und trainieren auch dort. Uta Ziegler gibt ihre Anweisungen also online oder am Telefon weiter.

Insgesamt stehen der Hohenecker Trainerin zehn Turnerinnen zur Verfügung. Das solle genügen, um den Wiedereinstieg gut zu meistern – und nach Möglichkeit ein starkes Ergebnis wie den dritten Platz zu wiederholen. „Das war ein perfekter Wettkampf für uns. Und wir haben ja momentan nur zwei Zehntel Rückstand auf den Zweiten“, so Ziegler. In der Endabrechnung wäre Platz drei oder vier „schon super“.