TSV Affalterbach Ohne Cheftrainer ins Bezirkspokal-Finale

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TSV-Trainer Mauro Pedace ist ausgerechnet beim Pokalfinale im Urlaub. Foto: Archiv (avanti)

Der TSV Affalterbach muss gegen AKV Ludwigsburg am Sonntag (17 Uhr) auf Coach Mauro Pedace verzichten.

Affalterbach - Es ist definitiv ein Highlight für die Fußballer des TSV Affalterbach. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte haben sie es ins Finale des Bezirkspokals geschafft. Vor sechs Jahren gab es ein hauchdünnes 0:1 nach Verlängerung gegen den VfB Neckarrems II. Am Sonntag (17 Uhr) hat man gegen den Bezirksligisten AKV Ludwigsburg als klassentiefere Mannschaft immerhin Heimrecht. Allerdings fehlt auch Trainer Mauro Pedace, der ausgerechnet nach dem Halbfinal-Erfolg am vergangenen Sonntag in Urlaub gegangen ist. Somit übernimmt also Co-Trainer Michael Heinzelmann die Verantwortung.

Den Gegner kennen die Affalterbacher noch aus der Saison 2018/19, als der AKV aus der Kreisliga A1 aufstieg. „Einige Schlüsselspieler von damals sind noch dabei. Meines Wissens haben die aber inzwischen mehr neue Spieler als solche, die schon beim Aufstieg dabei waren“, erklärt Heinzelmann und fügt hinzu: „Aber wir wollen uns eh nicht groß nach dem Gegner richten.“ Der Affalterbacher Coach erwartet, dass die Ludwigsburger sehr offensiv agieren werden. Immerhin hat das Team in der abgebrochenen Bezirksliga-Saison die zweitmeisten Tore erzielt. „Ich glaube, die können gar nicht anders als offensiv spielen“, sagt Heinzelmann.

Bei aller Vorfreude auf das Finale sieht der TSV-Coach aber auch die Schwierigkeiten dieser besonderen Situation. „Eigentlich starten wir ja gerade in die Vorbereitung. Da macht dieser Pokalwettbewerb die Trainingssteuerung nicht gerade leichter. Das ist schon etwas unglücklich.“ Als unglücklich kann man wohl auch den Umstand bezeichnen, dass ausgerechnet Sascha Diehl, der im Halbfinale beide Tore erzielte, nun auch im Urlaub ist. „Er ist zwar nur am Bodensee und überlegt, ob er zum Spiel kommt. Aber er hat halt auch Frau und Kind . . .“, ist Michael Heinzelmann noch skeptisch.

Dass dieses Spiel kein gewöhnliches Pokalfinale sein wird, macht auch Abteilungsleiter Helmut Bärlin deutlich: „Das ist bei aller Vorfreude auch mit organisatorischen Schwierigkeiten verbunden“, verweist er auf die Corona-Auflagen. Zwar dürfen ab August bis zu 500 Personen bei einer Sportveranstaltung dabei sein, diese teilen sich aber auf: „Je 175 pro Verein und je 25 pro Mannschaft. Die restlichen 100 Personen sind Ordner, Funktionäre oder Pressevertreter“, erklärt Bärlin. „Wir haben für unsere 175 Zuschauer eine Liste gemacht, da waren nach einem Tag 130 Plätze voll. Der AKV hat das jedoch nicht gemacht. Das wird sich dann am Eingang klären. Ich hoffe, dass wir niemanden abweisen müssen“, so Bärlin, der das Finale möglicherweise auch verpassen wird. „Ich bin im Urlaub im Allgäu. Aber ich überlege noch, ob ich trotzdem komme“, sagt der Abteilungsleiter.