TSG Steinheim bekommt Prämie vom DFB Erfolgreiche Jugendarbeit zahlt sich aus

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TSG-Jugendleiter Mark Schmidmaier, Bezirksjugendleiter Rainer Konrad, Nick Bätzner, Vater Gerd Bätzner und TSG-Vorstand Ulrich Hammerle (von links) bei der Übergabe im Steinheimer Vereinsheim. Foto: avanti

Weil der TSG Steinheim den Fußball-Jugendnationalspieler Nick Bätzner mehrere Jahre ausgebildet hat, hat er nun vom Deutschen Fußball-Bund eine Prämie bekommen. Die Übergabe fand im TSG-Vereinsheim statt, bei der auch der Spieler anwesend war.

Vorweihnachtliche Bescherung für die Fußballer des TSG Steinheim: Bezirksjugendleiter Rainer Konrad überreichte in dieser Woche einen Scheck in Höhe von 1700 Euro an Jugendkassier Eckhard Mäusli. Der großzügige Spender? Kein geringerer als der Deutsche Fußball-Bund (DFB) höchstselbst. Seit 1997 honoriert der Dachverband die Arbeit ehemaliger Ausbildungsvereine von jungen Talenten mit einer Bonuszahlung. Ist ein Jugendnationalspieler mindestens zwei Jahre in einem Amateurverein ausgebildet worden, steht diesem eine Prämie zu. Insgesamt 32 650 Euro verteilt der Württembergische Fußballverband deshalb in 2019 an 14 Klubs. Einer davon ist der TSG. Und welchem Nachwuchs-Talent hat er diese Ehre zu verdanken? Dem Fußball-Aushängeschild Nick Bätzner.

Von den Bambinis bis zur E-Jugend kickte der heute 19-Jährige an der Murr, ehe er 2011 zum FV Löchgau wechselte. Nach nur einem Jahr warb ihn von dort die Jugendabteilung des VfB Stuttgart ab. Noch heute spielt er beim schwäbischen Traditionsverein. Seit dieser Saison ist er bei zweiten Aktiven-Mannschaft in der Oberliga mit dabei. Als Junior durchlief er auch Auswahlmannschaften des Württembergischen Fußballverbands, trat unter anderem mit der U18 beim DFB-Länderpokal an. Ein großer Karriereschritt, wie Bezirksjugendleiter Rainer Konrad weiß: „Wer dort spielt, wird auch von den DFB-Trainern beobachtet und manchmal fürs Nationalteam entdeckt.“ So auch Nick Bätzner. Insgesamt sechsmal lief er mit dem Bundesadler auf der Brust auf, zuletzt im September 2018.

Konrads Bemerkung, dass Nick als Nationalspieler bislang ungeschlagen sei, sorgte für viel Applaus im Separee des TSG-Vereinsheims. Die Übergabe des Schecks fand dort im Rahmen einer kleinen Ehrung statt, der neben Rainer Konrad und Eckhard Mäusli auch der Bezirksvorsitzende Hansjörg Arnold, einige TSG-Funktionäre und drei ehemalige Jugendtrainer beiwohnten. Auch Nick Bätzner war gekommen. Er hatte seinen Vater Gerd und seine Freundin Alessia dabei.

Für den Verein sei die Zusammenkunft eine große Freude, wie Jugendspielleiter Jochen Brauchle bei der Begrüßung sagte. „Nick war schon als Kind ein richtiger Wusel. Man konnte meinen, der Bub’ ist mit dem Ball am Fuß auf die Welt gekommen – ein Riesentalent. Wenn es irgendwo geknallt hat, war er es“, erinnerte sich Brauchle. Der ehemalige Jugendtrainer Werner Klink weiß noch ganz genau, wie beweglich und lauffreudig Nick schon im Kindesalter war. Und Rainer Brodbeck, der seine Frau Doris als ehemalige Jugendleiterin an diesem Abend vertrat, ergänzte: „Es war schon früh klar, dass aus ihm mehr als ein normaler Kreisligaspieler wird.“ Dass Bätzner vom FV Löchgau als VfB-Partner „geholt“ wurde, habe daher niemanden überrascht.

Fragt man Nick Bätzner, wie er an seine Steinheimer Zeit zurückdenkt, muss er unweigerlich schmunzeln. Schöne Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit seien das. „Ich hatte einfach jeden Tag Spaß mit meinen Freunden auf dem Fußballplatz. Das ist heute schwieriger“, sagt er. Kontakt zu den ehemaligen Teamkameraden bestehe noch immer. „Das sind teilweise meine Nachbarn. Wir könnten uns theoretisch jeden Tag sehen. Aber die haben ja auch noch andere Interessen. Und ich bin jetzt viel unterwegs.“ Unterwegs, um mit seiner Mannschaft dem Aufstiegsziel näher zu kommen. Das hat er sich vorgenommen. Und für sich persönlich? Da erhofft er sich die Profikarriere: „Ich möchte einen Verein finden, Spielpraxis bekommen und mich langfristig etablieren.“