Steinheimer Halle nimmt Gestalt an Bei der Trainingshalle kommt Breites von oben

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Die rund 18 Meter langen Balken mussten mit einem Kran eingehoben werden – eine spektakuläre Aktion. Foto: Werner Kuhnle

Gewaltige Dachträger aus Holz sind bei der neuen Sportstätte in Steinheim aufgesetzt worden.

Steinheim - Wer ein Faible für Technik, Handwerk und Architektur hat, ist am Dienstag in Steinheim voll auf seine Kosten gekommen. In einer ziemlich spektakulären Aktion wurden da die riesigen Dachträger für die neue Trainingshalle via Kran eingehoben.

Insgesamt sieben geleimte Holzbalken seien montiert worden, sagt Arnd Füldner, der für die Stadt das Projekt betreut. Jedes einzelne Teil habe eine Spannweite so breit wie die Halle. Bedeutet konkret: Die Elemente sind um die 18 Meter lang. Stattlich ist auch die Höhe der Balken. Sie beträgt rund 1,50 Meter. Aber diese Dimensionen kommen natürlich nicht von ungefähr. Schließlich muss die Konstruktion dazu in der Lage sein, den Dachaufbau und damit ein recht großes Gewicht zu tragen. Und genau das wird auch der nächste Arbeitsschritt sein, nachdem die Balken innerhalb eines Tages befestigt wurden: Die Dachdecker rücken an und starten mit der Montage des Blechs, erklärt Arnd Füldner. Das werde schon in den nächsten Tagen geschehen, kündigt der Architekt an.

Insgesamt liege man bei dem Vorhaben voll im Zeitplan, freut sich der Fachmann von der Stadt. Die Rohbauarbeiten seien mittlerweile auch schon so gut wie abgeschlossen. Der Startschuss dafür und damit gewissermaßen für das Gesamtprojekt war im März gefallen. Falls nichts dazwischenkommt, kann die Schlüsselübergabe für die Trainingshalle, die von Vereinen und Schule sehnlichst herbeigewünscht wird, im Frühjahr 2021 erfolgen. Arnd Füldner will aber den Tag nicht vor dem Abend loben. Bislang sei man mit dem Projekt beispielsweise völlig problemlos durch die Corona-Krise gekommen, sagt er. Doch wenn nur eine Firma ausfalle, könne das Auswirkungen auf den gesamten Fahrplan haben, gibt er zu bedenken.

Aber toi, toi, toi zeichnen sich derzeit solche Unbilden nicht ab, sodass das Vorhaben weiter vorangetrieben werden kann. Wobei selbst nach der Fertigstellung die Bagger nicht von dem Gelände abrücken werden. Denn gleich im Anschluss soll die angrenzende Riedhalle saniert werden.