Steinheim Urlaub ohne Koffer macht Pause

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Gymnastik gehört auch zum Programm bei Urlaub ohne Koffer. Foto: Archiv (Sandra Brock)

Steinheim - Urlaub ohne Koffer ist ein einfaches, aber geniales Konzept: Senioren können an der dreitägigen Freizeit der evangelischen Kirche teilnehmen, ohne dabei verreisen zu müssen. Drei Tage lang gibt es im Gemeindehaus vor Ort Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie ein buntes Programm aus Unterhaltung, Gymnastik und der richtigen Portion Ruhe und Freizeit. Abends geht es zu Fuß oder mit dem Fahrdienst wieder nach Hause, geschlafen wird im eigenen Bett. Ein Urlaub, der vielen Senioren auch in Steinheim offenbar zusagt, entsprechend gut besucht ist das Angebot.

Dennoch ist Urlaub ohne Koffer in dieser Faschingswoche – wie auch schon im vergangenen Jahr – ausgefallen. „An dem Termin im Sommer ändert sich nichts, der steht fest“, betont der Diakon Reiner Klotz, der die Freizeit seit gut zehn Jahren organisiert. Allerdings habe man gemerkt, dass der Besucherstrom im Februar/März nicht ganz so hoch sei wie im Sommer. „Manchen ist das auch zu viel“, so Klotz.

Hinzu komme, dass hinter den drei Tagen Urlaub ohne Koffer viel Vorbereitung steckt. „Gerade, was die Nachmittagsprogramme angeht, gehen mir da langsam die Ideen aus“, räumt der Diakon ein. Auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter ist die Freizeit durchaus eine Herausforderung. Klotz: „Auch sie werden älter.“ Zudem müsse auch erst mal einer bereit sein, diese Zeit zu investieren. Er freue sich jedenfalls immer über neue Gesichter, ob als Fahrer, Helfer in der Küche oder, oder, oder . . .

An der Sommerfreizeit werde jedenfalls nicht gerüttelt, so Klotz. Sie findet wie immer in der letzten Woche der Sommerferien im Steinheimer Gemeindehaus Arche statt – diesmal von Dienstag, 3., bis Donnerstag, 5. September. Wie es mit dem Urlaub ohne Koffer in der Faschingswoche nach den zwei Jahren Pause weitergeht, kann Reiner Klotz noch nicht sagen. „Das war immer eine kleine Dreingabe zum Sommerurlaub. Nice to have auf gut Englisch.“ Es im vergangenen Jahr und auch diesmal wieder abzusagen, habe ihn lange Überwindung gekostet. Aber es sei auch drumherum so viel los gewesen, unter anderem gab es eine Gemeindeaktion zu planen, sodass er sich entschied: „Entweder macht man etwas mit dem ganzen Herzen oder man muss es bleiben lassen.“

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