Steinheim „Unser Denken ist nicht Masse, sondern Klasse“

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Durch die sorgfältige Auswahl der Stücke kennt Isabell Schön ihr Sortiment in- und auswendig und berät ihre Kundinnen gern. Foto: KS-Images.de
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Steinheim - Der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten und dennoch herrscht Frust. Irgendwie will kein Teil so richtig gefallen oder passen – und dieser Pulli da in der Ecke ist sogar noch ungetragen. Dieses Szenario hat wohl jede Frau schon einmal durchlebt und Isabell Schön hört das täglich. Vielleicht gerade deshalb kämpft sie mit ihrer Boutique „Mode beim Markt“ bereits seit 10 Jahren gegen Schrankleichen, Einheitsmode und Fast Fashion: „Mode darf kein Wegwerfprodukt sein.“

Seit der Übernahme des Geschäftes im Jahr 2009 von Waltraud Klumpp, die Mode beim Markt im März 1986 gegründet hatte, achtet Isabell Schön daher auf eine nachhaltige Produktion: „Meine Kleidung soll tragbar und zugleich ökologisch vertretbar sein. Wir haben nur einen Planeten.“ Auch, wenn dies vielleicht nicht gleich offenkundig ist: Die Modebranche leidet ebenfalls unter dem Klimawandel, der Sommer- und Herbstmode durcheinandergewirbelt hat.  Der große Wunsch von Isabell Schön ist es dabei, bald ein Ökolabel in ihrem Sortiment zu führen, das auch zertifiziert ist: „Die Suche dauert aber noch an, da die Kleidung dennoch modisch und bezahlbar bleiben soll.“ Das nämlich ist die Maxime, wenn es um die Auswahl der Labels geht, die bei „Mode beim Markt“ erhältlich sind. Zudem achtet Schön auf einen Produktionsstandort innerhalb von Europa – Massenware sucht man hier vergebens.  Um für ihre Kundinnen stets spannende neue Designer zu entdecken, besucht Schön regelmäßig das Haus der Mode und „dann bin ich wie ein Jäger“, erzählt sie mit einem Augenzwinkern.

Durch die sorgfältige Auswahl der Stücke kennt Isabell Schön ihr Sortiment natürlich in- und auswendig und berät ihre Kundinnen gerne – und das natürlich stil- und typgerecht: „Ich möchte das Individuelle in jeder Frau hervorheben.“ Daher gibt es auch Kleidung in den Größen 36 bis 46, für „Frauen mit mehr Figur“, so Isabell Schön. Durch die Vielfalt der Labels entstehen in Zusammenarbeit mit der Kundin ganz eigene Outfits, die zudem nicht an jeder Straßenecke anzutreffen sind. Dafür sorgt etwa das Stammlabel Sani Blu, dass es sonst nirgendwo in der Region gibt. Wer in den Laden kommt, soll und darf sich auch ruhig eine kleine Auszeit vom Alltag gönnen. Entspannt wird bei Espresso oder Prosecco gestöbert und die Fundstücke in aller Ruhe anprobiert: „Der beste Modeberater ist jede Frau sich selbst. Ich ermutige aber gerne auch zu Neuem.“  Durch frische Kombi-Ideen lässt sich sogar der ein oder anderen Schrankleiche wieder Leben einhauen. Und wenn dann eine Kundin den Laden mit einem neuen Lieblingsstück verlässt, ist auch Isabell Schön glücklich.

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