Steinheim/Triathlon Die zwei Favoriten holen sich den Sieg

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Los geht’s: Im Wellarium ist am Sonntag ordentlich Betrieb gewesen – außerhalb sowie innerhalb des Beckens. Foto: avanti

Steinheim - Mal knallt die Sonne richtig stark vom Himmel, dann wieder tröpfelt es und der Wind fegt durch das Steinheimer Riedstadion, sodass Sportler und Zuschauer fast zu bibbern anfangen. Das Wetter hat am Sonntag gemacht, was es wollte. Doch wahren Superhelden macht das natürlich nichts. Sie trotzen Wind und Wetter, schwimmen tapfer ihre Bahnen und stemmen sich beim Radfahren oder Laufen dem Wind entgegen. Immer mit einem Ziel vor Augen: die Ziellinie im Steinheimer Riedstadion. Dort bekommen die Finisher am Sonntag nämlich ein ganz   besonderes T-Shirt überreicht. Das mz3athlon-Superman-Shirt. Und das zu Recht: Was die mehr als 700 Athleten an Muttertag wieder einmal gezeigt haben, ist für die Organisatoren, Zuschauer sowie die Sportler selbst wohl „Superman-verdächtig“. Feiern lassen durften sich die Sportler deshalb am Ende alle – ein paar wenige aber auch noch auf dem Treppchen.

Als einer der Favoriten war Stefan Betz (TG 48 Schweinfurt) in der heavy-Distanz angetreten – und wurde dieser Rolle dann auch gerecht. Nach 1:22:47 Stunde kam er ins Ziel und hatte damit am Ende etwas mehr als fünf Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Heiner Kistler, der für die gleiche Strecke 1:27:59 Stunde benötigte. Dritter wurde Patrick Feil (Dürr Dental SE) mit einer Zeit von 1:28:12 Stunde. „Die Bedingungen waren diesmal schwieriger als letztes Jahr. Es hat ordentlich gewindet auf der Rad- und Laufstrecke, aber ich habe versucht, das Beste draus zu machen. Im Schwimmen wäre sogar noch etwas mehr drin gewesen“, meinte Patrick Feil. Sieger Stefan Betz erging es ähnlich. „Das Schwimmen ist noch ausbaufähig. Aber beim Radfahren und beim Laufen habe ich mich sehr gut gefühlt. Ich konnte am Ende sogar noch einmal richtig Gas geben. Alles in allem war es richtig geil und ich bin mit meiner Zeit vollauf zufrieden“, resümierte er.

Nichts zu meckern an ihrem Wettkampf hatte auch Stefanie Kuhnert vom VfL Pfullingen, die einen klaren Start-Ziel-Sieg aufs Parkett zauberte und die heavy-Wertung des mz3athlon damit zum vierten Mal gewann. Die Frau mit der Startnummer 101 war nach 9:30 Minuten als Erste aus dem Wasser gestiegen und war ihrer Konkurrenz auch danach um Längen voraus. „Es hat sich alles ganz gut angefühlt heute, auch wenn es etwas kälter war als sonst. Beim Laufen war meine erste Runde noch nicht so flüssig, aber dann bin ich reingekommen“, berichtete sie. Am Ende stand eine Zeit von 1:30:44 Stunde. Damit hatte sie im Ziel mehr als zwölf Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte Luisa Kuhn (TSV Frickenhausen Triathlon), die 1:42:41 Stunde unterwegs war, ihr Glück im Ziel dann aber kaum fassen konnte.

„Bin ich wirklich Zweite?“, fragte sie erstaunt und schien die Antwort auch danach nicht wirklich glauben zu wollen. „Mein Schwimmen war nicht ganz so gut wie erwartet, und auf dem Rad war es sehr kalt. Aber ich war dann total erstaunt, dass mich keiner überholt hat und erst ein Rad da war, als ich wieder in die Wechselzone kam. Das ist mir noch nie passiert. Das hat mich motiviert. Ich habe dann noch einmal Gas gegeben, da ich nicht wollte, dass mich noch jemand überholt. Von Steffi war das heute wieder eine brutale Leistung. Dass ich sie nicht überholen kann, das wusste ich“, so Luisa Kuhn, die sich im Ziel gleich mit der Drittplatzierten Katharina Kellermann (Team Leo Express Logistik TSV Calw) abklatschte. Kellermann benötigte 1:44:18 Stunde und war happy über diese Zeit. „Es lief sehr gut. Vor allem das Radfahren, aber auch das Laufen. Letztes Jahr war ich Vierte und ich hatte gehofft, dass es diesmal fürs Podium reicht. Das hat es. Damit ist es ein perfekter Tag“, resümierte sie.

Auf der classic-Distanz holte sich bei den Männern Julian Müller (SV Würzburg 05) nach 59 Minuten den Sieg. Zweiter wurde Simon Veit (TV Dettingen/Iller) nach 1:00:57 Stunde, Dritter Rainer Aumann (TV Dettingen/Iller) nach 1:01:31 Stunde. „Der Wettkampf war für mich als Trainingswettkampf gedacht – und es hat sich gelohnt, dass ich ihn gemacht habe“, meinte Sieger Julian Müller und fügte an: „Beim Schwimmen wäre ich zwar gerne etwas schneller gewesen, aber es war zu eng auf der Bahn. Beim Radfahren und Laufen lief es dafür aber super. Die Strecke hat mir richtig gut gefallen.“

Bei den Frauen holte sich Heike Uhl (CIS Amberg) nach 1:04:47 Stunde den Sieg vor Lisa Heinrichs (SV Würzburg 05, 1:07:27 Stunde) und Melanie Altenbeck-Zorn (Team Silla Hopp, 1:08:42 Stunde). „Es lief super, von Anfang an. Die Rad­strecke mag ich total, gerade das bergige. Ich wollte sehen, wo ich aktuell stehe und habe das hier als Trainingswettkampf genommen. Nun bin ich wirklich zufrieden“, sagte Heike Uhl. Lisa Heinrichs war mit ihrem Radfahren „nicht ganz so glücklich, und beim Schwimmen war es auf der Bahn eine ziemliche Schlägerei. Aber ich bin dennoch ganz zufrieden. Heike ist eh immer schneller.“ Melanie Altenbeck-Zorn hatte derweil etwas mit der Kälte zu kämpfen. „Bis man heute auf dem Rad warm war, hat es etwas gedauert. Aber ich bin happy mit meiner Zeit und der Platzierung“, sagte sie.

Auf der light-Distanz holten sich bei den Männern Björn Fuchs nach 40:09 Minuten und bei den Frauen Kerstin Thullner nach 44:29 Minuten den Sieg.