Steinheim-Höpfigheim Ein Geheimtipp, der nicht mehr geheim ist

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Mit Einbruch der Dunkelheit wird es voll in den Gassen. Foto: avanti

Steinheim-Höpfigheim - Es ist in der Tat ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt. Dabei war es bei der Premiere gar nicht sicher, ob es überhaupt weitere Auflagen geben würde, erinnerte der Höpfigheimer Ortsvorsteher Roland Heck am Samstagmittag bei der Eröffnung. Oder, ob die Schlosshofweihnacht vielleicht nur alle zwei Jahre stattfinden werde. „Inzwischen ist unser Markt aber ein kleiner Geheimtipp im Bottwartal und es würde etwas fehlen, wenn er ausfallen würde“, ist sich Heck sicher.

Die Dorfseele lebt habe die Marbacher Zeitung im Sommer geschrieben als es um den Wochenmarkt und das Mittwochscafé gegangen sei, zitierte Heck. „Aber unsere Dorfseele lebt nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter“, fügte er mit einem Schmunzeln an. „Das ist eine gewachsene Sache und das freut mich unheimlich.“

Zum ersten Mal dabei waren am Samstag der Hegering Hartwald Jäger, ein Zusammenschluss aller Jagdreviere im Bottwartal. „Von Steinheim bis Prevorst“, erklärt Ortschaftsrat Volker Schiele, der auch Hegeringleiter ist. Während seine Frau am Stand der Steinheimer Jäger ein paar Meter weiter Wildsalami und andere Wildspezialitäten verkauft, schaut Schiele am Stand des Hegerings kurz vor Beginn des Marktes noch nach dem Rechten. Die Jäger bereichern die neunte Schlosshofweihnacht kulinarisch mit etwas ganz Besonderem: Sie bieten einen Wildburger an. Der Burger wird aus Reh- und Wildschweinfleisch hergestellt. „Statt des Salats bei einem normalen Burger geben wir auf das Brötchen Rotkraut mit Apfel und Zimt“, erklärt Küchenmeister Gerhard Rupp. „Und oben drauf kommt dann ein Preiselbeerzaziki aus Preiselbeeren und Meerrettich – aber ohne Knoblauch.“ Auch wer sich für einen Wildschweintropfen – einen Himbeerschnaps – entscheidet, bekommt oben aufs Glas ein Guatsle in der Form eines Schweines gelegt. Liebevoll, kreativ, besonders – das war auch die neunte Auflage der Schlosshofweihnacht. Kein Wunder, dass die Besucher mit Einbruch der Dunkelheit in den Stadtteil geströmt sind.

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