Steinheim Bauprojekt erfordert monatelange Vollsperrung

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Eine „Operation am offenen Herzen“ nennt Bürgermeister Thomas Winterhalter die Maßnahme in der Kleinbottwarer Straße. Foto: Kuhnle

Steinheim - Eine Operation am offenen Herzen nannte Bürgermeister Thomas Winterhalter die Maßnahme, die sein Mitarbeiter Michael Knöpfle in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend vorstellte: Im Bereich der Gebäude 10 bis 58 in der Kleinbottwarer Straße wird die bestehende Trinkwasserhauptleitung erneuert. „Das Rohrmaterial ist sanierungsbedürftig“, so Knöpfle.

Auf rund 450 Meter wird das Rohr deshalb sukzessive ersetzt. Außerdem sollen fünf Hydrantenschächte neu gebaut und einige Hausanschlussleitungen neu gelegt werden. Das Ersetzen der bestehenden Leitung sei mit der Landeswasserversorgung abgestimmt, so Knöpfle. Auch mit den betroffenen Gebäudeeigentümern, die einen neuen Trinkwasser-Hausanschluss erhalten sollen, sei man in Kontakt.

Gespräche gab es auch mit dem Landratsamt Ludwigsburg, berichtete der Bauamtsmitarbeiter. „Sie sind uns entgegengekommen, indem sie mit uns geredet haben“, merkte er mit einem leicht säuerlichen Unterton an. Fazit: Die eigentlich geplante Sanierung des Asphaltbelages der Fahrbahn wird erst nach dem Umbau der vier Bushaltestellen in der Kleinbottwarer Straße erfolgen. Besagter Umbau ist jedoch nicht Bestandteil der Maßnahme und wird erst zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt. Der beschädigte Asphaltbelag im Einmündungsbereich der Klosterstraße wird allerdings erneuert. Realisiert werden soll die in vier Bauabschnitte aufgeteilte Maßnahme zwischen März und Ende Oktober 2020. Natürlich werde man versuchen, die Bauzeit zeitlich zu minimieren, versicherte Knöpfle.

Erforderlich ist in den Bauabschnitten jeweils eine Vollsperrung. Die Straße sei zu schmal, um Verkehr an der Baustelle vorbeizuführen. Der auswärtige Durchgangsverkehr werde überörtlich umgeleitet. Je nach Ausführung der Bauphasen könnte eine innerörtliche Umleitungsstrecke beschildert werden. Der Busverkehr wird über den Horrenwinkel umgeleitet. Klemens Weller von den Freien Wählern mahnte, an die Rettungskräfte zu denken, die während der Bauphase zu Einsätzen kommen müssten, und regte an, dass der Bus teilweise auch über die Kleinbottwarer Straße fahren könnte. „Die Umleitungen sind noch nicht abgestimmt, aber das mit dem Bus wird schwierig“, machte Bürgermeister Thomas Winterhalter wenig Hoffnung. Rainer Breimaier von den Grünen bat, das Einrichten von Radschutzstreifen zu prüfen – was Winterhalter zusagte.

Die Kosten für das Neuverlegen der Trinkwasserhauptleitung beträgt rund 658 000 Euro, die Asphalterneuerung im Bereich Klosterstraße liegt bei rund 68 000 Euro.

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