Stadtverwaltung Steinheim Schwerstarbeit im Namen des Naturschutzes

Von Eric Hirsch, Umweltbeauftragter
Die Helfer vom Schwäbischen Albverein haben bei der Aktion ordentlich geschafft. Foto: Stadt Steinheim

Bei einer Aktion am Wochenende haben Mitglieder des Albvereins beim Pflanzen von Erlen und Pappeln geholfen.

Steinheim - Am vergangen Samstag trafen sich Mitglieder der Ortsgruppe Steinheim-Murr des Schwäbischen Albvereins mit dem Umweltbeauftragten der Stadt Steinheim zu einer Naturschutzaktion. Im Laufe des Tages wurden 40 Bäume an die Ufer der Bottwar und des Rohr- und Otterbachs gepflanzt. Das war Schwerstarbeit, da die Gehölze und das Werkzeug über die angrenzenden Feuchtwiesen getragen werden mussten.

Oftmals wird der Albverein nur mit dem Wandern in Verbindung gebracht. Doch das ist nur ein Satzungsziel des Vereins. Ein wichtiger Bestandteil ist auch der Natur-, Umwelt- und Landschaftsschutz. Denn seit 1994 ist der Schwäbische Albverein auch ein nach dem Naturschutzgesetz anerkannter Naturschutzverband. Daher gehören die Naturschutzeinsätze mit der Stadtverwaltung zum festen Programm der Ortsgruppe.

In den vergangen Jahren standen Pflegeeinsätze an Hecken, Feldgehölzen oder Feuchtwiesen im Vordergrund. Dieses Jahr war eine Pflanzaktion an einigen Bachläufen geplant. Da mit den Eschen ein wichtiges Ufergehölz durch das Eschentriebsterben immer mehr in Mitleidenschaft gezogen wird, kommt den Nachpflanzungen eine große Bedeutung zu. Denn die Ufergehölze sind ein wichtiger Lebensraum für Vögel und Kleintiere. Zudem sichern die Gehölze durch ihre Wurzeln die Ufer und halten im Sommer durch die Beschattung das Wasser kühl.

Neben 30 Erlenbäumen, die als wichtigstes Ufergehölz gelten, wurden auch zehn  Schwarzpappeln (Populus nigra), gepflanzt. In Deutschland wird die ursprüngliche Wildform der Schwarzpappel mittlerweile in den Roten Listen bundesweit als „gefährdet“ eingestuft. Denn ihr natürlicher Lebensraum, feuchte, nährstoffreiche Standorte, wird immer seltener. Zudem kreuzt sich die Wildform häufig mit der Hybridpappel (Populus canadensis), die in den letzten Jahrzehnten vermehrt als Industrieholzlieferant angepflanzt wurde. Durch Vermittlung des Arbeitskreises zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel konnten Stecklinge der ursprünglichen Schwarzpappel aus dem Neckartal eine neue Heimat an der Bottwar finden. Noch sind die Bäume klein, aber im Laufe der Jahre können sie eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen. Dann prägen sie durch ihre markante Wuchsform die Umgebung. Solche arbeitsintensiven Aktionen, bei denen die Pflanzungen weit auseinandergezogen liegen und viel Handarbeit erforderlich ist, können nur mit ehrenamtlicher Unterstützung stattfinden. Deshalb bedankte sich der städtische Umweltbeauftragte Eric Hirsch herzlich bei den Helfern des Schwäbischen Albvereins für ihren ehrenamtlichen Naturschutzeinsatz.