SG Sonnenhof Großaspach Die SG kommt nach der Pause unter die Räder

Von
Georgios Pintidis (rechts) hatte noch die größte Aspacher Chance, insgesamt blieb der SG-Angriff aber zu harmlos. Foto: avanti

Gegen den TSV Steinbach Haiger unterliegt Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach mit 0:4 (0:1).

Großaspach - War das 1:1 bei der TSG Balingen, dem ersten Auftritt mit dem neuen Trainer Walter Thomae, nichts Halbes und nichts Ganzes, so war die Heimpremiere des neuen Coaches rein vom Ergebnis her gesehen gar nichts. Denn Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach unterlag am Samstagnachmittag gegen den Tabellendritten TSV Steinbach Haiger mit 0:4 (0:1).

Doch ganz so einfach war die Sache auch wieder nicht. Zunächst einmal fehlten mit Kai Gehring, Nico Jüllich (beide gelbgesperrt) sowie Mohamed Diakite (verletzt) und Sebastian Schiek (krank) gleich vier erfahrene Spieler, von denen die SG diese Saison eh nicht sonderlich viele hat. Und dann gab es wie schon häufig in dieser Saison ein frühes Gegentor, nach nur zehn Minuten stand es 0:1. „Wenn man eh schon nicht so viel Selbstvertrauen hat, dann zieht das natürlich nochmal runter“, wusste Walter Thomae. Zumal der Treffer so nicht hätte fallen dürfen. Nach einem hohen Ball über die Kette hätte Innenverteidiger Vincent Sadler entweder ins Laufduell gehen oder den Ball klären müssen – er versuchte Letzteres, erwischte die Kugel aber nicht. Dann kam Keeper David Nreca-Bisinger bis an den linken Rand seines Strafraums hinaus – erwischte den Ball aber ebenfalls nicht und wurde überlupft. Steinbachs Ko Sawada war mitgelaufen und musste den Ball nur noch über die Linie drücken. Zwei Fehler von den zwei Jüngsten im Aspacher Team führten zum Rückstand.

Ansonsten sah Walter Thomae „in der ersten Halbzeit auch viel Gutes“. Damit lag er gar nicht so falsch. Gegen die aggressiven und sehr abgezockten Steinbacher ließ man nämlich ansonsten bis zur Pause keine Chance mehr zu und hatte durchaus einige Szenen nach vorne. Doch Sandro Sirigus Schuss in der 22. Minute wurde geblockt, Jonas Meiser schlug nach einer Flanke von Ken Gipson in aussichtsreicher Position ein Luftloch (24.), und ein Distanzschuss von Joel Gerezgiher zischte knapp am Pfosten vorbei (25.). Wirklich aufs Tor kam lediglich ein Heber von Georgios Pintidis, den ein Gäste-Verteidiger aber kurz vor der Linie klären konnte (28.).

Alle Hoffnungen und guten Vorsätze für die zweite Halbzeit waren dann jedoch in der 48. Minute dahin. Eine präzise Steinbacher Flanke und die nicht vorhandene Zuordnung in der Aspacher Innenverteidigung führten zum 0:2 durch Serhat Ilhan – es sollte letztlich der Genickbruch sein. „Da hat man gesehen, wie bei den Jungs die Köpfe runtergegangen sind“, konstatierte Walter Thomae. Keinen einzigen Ball brachte die SG in der zweiten Hälfte auf das Steinbacher Tor. Dafür leistete sich David Nreca-Bisinger einen weiteren groben Schnitzer: In der 73. Minute hätte er nach einer Flanke den Ball locker mit den Händen erwischen können. Er versuchte es doch mit dem Fuß und legte Steinbachs Sören Eismann damit das 0:3 förmlich auf. Ganz bitter kam es für den SG-Schlussmann in der 79. Minute: Zunächst zeigte er noch eine schöne Parade, beim Nachschuss von Christian März war er machtlos.

Abgesehen von den individuellen Fehlern in der Defensive sah Walter Thomae auch ganz klar das alte Aspacher Problem: „Man muss sich nur mal die Statistik anschauen: Wir brauchen acht Großchancen für ein Tor, ich glaube bei Steinbach sind es dreieinhalb. Deswegen stehen die oben und wir unten.“ Wobei den Steinbachern an diesem Nachmittag ein halbes Dutzend Chancen für vier Tore genügte. Die SG hingegen muss dringend die Fehlerquote in der Defensive verringern und die Erfolgsquote in der Offensive erhöhen, wenn sie den zweiten Abstieg in Folge noch vermeiden will.

SG Sonnenhof Großaspach:
Nreca-Bisinger – Sirigu, Sadler (87. Held), Leist, Gipson – Gerezgiher, Owusu, Pintidis (46. Widemann) – Cuni, Meiser, Ferdinand.