SG Schozach-Bottwartal Hinrunde ohne Punktverlust

Von Andreas Hennings
Spielmacherin Theresa Müller hat neun Treffer zum klaren Auswärtserfolg beigetragen. Foto:  

Der Handball-Drittligist SG Schozach-Bottwartal gewinnt am Samstag bei der TG 88 Pforzheim mit 43:23 (22:11) und siegt damit auch im zehnten und letzten Spiel vor der Saisonhälfte.

Bottwartal - Mit einer blütenweißen Weste haben die Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal die Hinrunde der Dritten Liga vollendet. Die Mannschaft siegte am späten Samstagnachmittag bei der abstiegsbedrohten TG 88 Pforzheim – und stellte ihr Punktekonto auf 20:0. Dass der Vorsprung von der Tabellenspitze aufs Verfolgerfeld zudem weiter angewachsen ist, ist aus SG-Sicht ein schönes Beiwerk. Die zweitplatzierte HSG Freiburg siegte am Sonntag zwar 26:25, allerdings bei der drittplatzierten SG Kappelwindeck/Steinbach, die damit bereits sechs Punkte hinter dem Tabellenführer aus dem Bottwartal steht.

Bei der Partie in Pforzheim gelang es der SG Schozach-Bottwartal sogar zum ersten Mal in dieser Saison, die Marke von 40  Toren zu knacken. 43:23 hieß es am Ende, und bereits zur Pause hatten die Bottwartälerinnen beim 22:11 die doppelte Anzahl an erzielten Treffern auf dem Konto. „Wir haben diese Pflichtaufgabe souverän gelöst“, sagt Trainer Hans Christensen, der dem Ergebnis entsprechend eine „deutliche Überlegenheit“ und ein „letztlich gutes Trainingsspiel“ konstatierten durfte. Zwar wehrte sich der Gastgeber bis zum Ende wacker und gab sich nie auf, die SG-Spielerinnen aber schalteten eben auch keinen Gang zurück.

Zur Pause ist schon alles entschieden

Der Qualitätsunterschied wurde gleich zu Beginn sichtbar. In den ersten fünfeinhalb Minuten kassierte die SG nur ein Tor, warf fünf. „Pforzheim hat zu Beginn offensiv gedeckt, was wir gut gelöst haben“, sagt Hans Christensen. Zwischenzeitlich sei seine Abwehr dann mal schläfrig gewesen, wodurch Pforzheim auf 4:5 herankam (7.). Sechs Minuten später war die SG aber bereits wieder mit 10:5 vorne – und ließ den Gegner fortan nicht mehr am Ausgleich schnuppern. Im Gegenteil. Die SG zog davon und sorgte für die frühe Vorentscheidung. Mit der Pausensirene verwandelte Theresa Müller einen Siebenmeter zum 22:11.

Die Kunst sei es dann gewesen, lobt Trainer Christensen seine Mannschaft, dass sich die Spielerinnen weiterhin voll konzentriert und bei Laune gehalten haben. „Der sportliche Fokus wurde gehalten, auch wenn der Gegner nicht auf Augenhöhe war.“ Der Coach gab seinen Spielerinnen außerdem Aufgaben aus der Kabine mit, um sich auch in solchen Spielen weiterzuentwickeln.

Kein Gegentor zwischen 41. und 49. Minute

Offensichtlich wurden diese auch gelöst, denn mit weiteren 21  Toren in der zweiten Hälfte ebbte die Durchschlagskraft der Gäste nicht ab. Dazu gelang es ihnen, den eigenen Kasten zwischen der 41. und 49. Minute komplett zu verriegeln und nicht ein Gegentor zuzulassen. So wurde aus einem 29:17 ein 35:17. Bis zur Schlusssirene dann noch der besagte 43:23-Endstand.

Bemerkenswert ist, dass jede Feldspielerin der Gäste mindestens einen Treffer warf. Youngster Lara Däuble etwa gelangen auf Rechtsaußen drei Tore in drei Versuchen. Natascha Weber sorgte für Spielwitz. „Die gute Leistung war aber durch die Bank weg geboten. Es hat sich niemand besonders hervorgetan“, so Trainer Christensen.

Anreise für mitgereiste Fans lohnt sich

Jubeln durften damit auch die mitgereisten Fans aus dem Bottwartal. Die waren mit ihren Trommeln in der Pforzheimer Halle nicht zu überhören und hatten kurzfristig deutlich Zuwachs bekommen. Denn nachdem am Freitagabend pandemiebedingt sämtliche Spiele auf Verbands- und Bezirksebene abgesagt worden waren, kamen kurzfristig auch Spieler aus den SG-Männermannschaften mit nach Pforzheim. Hans Christensen: „Dass sie diese Fahrt auf sich genommen haben und sich extra alle getestet haben, das hat sicherlich auch mit dazu beigetragen, dass die Mannschaft immer munter weitergespielt hat.“

Am kommenden Sonntag um 15.45 Uhr spielt die SG zum Jahresabschluss noch in heimischer Halle gegen die HSG Wittlich. Stand jetzt sind Zuschauer bei einer Hallenauslastung bis zu 50 Prozent mit der 2-G-plus-Regel weiterhin zugelassen. SG Schozach-Bottwartal: Keller, Brausch – Weber (7/1), Hanak (4), Müller (9/2), Kaufmann (4), Däuble (3), Hönig (5), Keil (2), Klenk (2), Hage (1), Räuchle (2), Maier (2), Loehnig (2).