SG Schozach-Bottwartal Ein Déjà-vu, das sich aber anders anfühlt

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Rund 80 Zuschauer verteilten sich mit Abstand auf der Tribüne der Beilsteiner Langhanshalle.Neuzugang Lisa Loehnig hinterließ einen guten Eindruck beim Debüt im SG-Trikot. Foto: avanti

Die Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal haben ein Testspiel gegen Wolfschlugen bestritten.

Beilstein - Knapp elf Monate ist es her, da bestritten die Drittliga-Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal ihr erstes Testspiel nach dem ersten Lockdown. Rund 80 Zuschauer waren in der Halle, als der TSV Bönnigheim zu Gast war – und die Stimmung war super, insbesondere bei den Beteiligten auf und neben dem Feld. „Endlich wieder Handball!“, lautete der Tenor. Am Donnerstagabend waren es nun erneut die SG-Frauen, die als eine der Ersten in der Region ein Testspiel absolvierten, diesmal gegen den TSV Wolfschlugen. Erneut waren rund 80 Zuschauer auf der Tribüne der Langhanshalle. Doch trotz dieses Déjà-vu fühlte es sich anders an als im Vorjahr. Die Stimmung in der Halle war deutlich ruhiger. Während im Somer 2020 nach damals sechs Monaten Pause alle nach Wettkampfsport geradezu lechzten, haben sich viele inzwischen scheinbar an die Situation gewöhnt. Das letzte Punktspiel hatten die SG-Frauen vor knapp einem Dreivierteljahr. Und während seinerzeit viele wohl das Gefühl hatten, dass es nun wieder aufwärts in Richtung Normalität ginge, traut jetzt vielleicht mancher der Sache nicht. Rückschläge gab es ja genügend.

Möglicherweise lag es aber auch ein klein wenig am Spielverlauf. Denn während die SG damals gegen Bönnigheim gewann, gab es gegen Wolfschlugen eine 21:24-Niederlage. Die störte den neuen Trainer Hans Christensen allerdings kaum: „Alle sind gesund, es ist alles gut“, betonte er nach der Partie. „Mit der Abwehr bin ich zufrieden, Angriff haben wir bislang so gut wie nicht trainiert. Und es war das erste Mal, dass wir auf das ganze Feld gespielt haben. Im Training hatten wir bislang immer nur zwei Drittel der Halle“, erklärt der Däne. Da waren Abstimmungsprobleme die logische Konsequenz. „Natascha Weber war im Urlaub, die war heute das erste Mal dabei“, sagte der SG-Coach über einen der sechs Neuzugänge auf dem Feld. Den besten Eindruck von ihnen hinterließ Lisa Loehnig im linken Rückraum, aber auch das neue Kreis-Duo Caroline Maier/Isa Lara Hage zeigte einige vielversprechende Aktionen.

Zur fehlenden Abstimmung der Neuen kam das Fehlen mehrerer bisheriger Spielerinnen hinzu. Svenja Kaufmann saß ebenso nur auf der Bank wie Lotta Gerstweiler und Theresa Müller, der aufgrund von Schulterproblemen eine längere Pause droht. Torhüterin Rena Keller ist bei der U19-EM. Mit Leonie Henkel und Lara Däuble fehlten gleich zwei Linkshänderinnen, und für Maren Keil stand noch die Spielberechtigung aus. „Wir sind einfach noch in der Findungsphase. Aber die Mädels können alle Handball spielen, das wird schon“, blieb Trainer Hans Christensen betont entspannt.