Rassismus-Eklat im Dschungelcamp So reagieren Twitter-Nutzer auf Janina Youssefians Rauswurf

Von Sascha Maier
Bereits nach drei Tagen musste Janina Youssefian das Dschungelcamp unfreiwillig verlassen (Archivbild). Foto: imago images/STAR-MEDIA/STAR-MEDIA via www.imago-images.de

Janina Youssefian musste das Dschungelcamp verlassen, nachdem RTL einen gegen Linda Nobat gerichteten Kommentar als rassistisch gewertet hatte. Auf Twitter wird der Eklat hitzig diskutiert.

Stuttgart - Janina Youssefian musste das Dschungelcamp verlassen, nachdem sie Linda Nobat rassistisch beleidigt hatte – das hat der Sender RTL entschieden. Wörtlich sagte Youssefian in einem immer mehr eskalierenden Streitgespräch mit Linda Nobat: „Geh doch zurück in den Busch, wo du hingehörst.“ In der Folge verließ die 39-Jährige am Montag unter Applaus der anderen Camper den Schauplatz.

Aber liegt der Fall so eindeutig? Die Diskussionen im Netz zeigen: Der Kommentar war nach der Meinung der meisten Beobachter auf Twitter rassistisch, die Entscheidung von RTL richtig. Aber einige finden auch, dass Linda Nobat sich ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert hat und konsequenter Weise auch hätte gehen müssen.

Dieser User hätte gerne gesehen, dass beide Teilnehmerinnen hätten gehen müssen. Linda Nobat habe Mobbing betrieben:

Diese Nutzerin kommt zu einer ähnlichen Bewertung:

Manche meinen auch, dass Youssefian die Tragweite der eigenen Äußerung nicht zu abzuschätzen vermochte:

Andere Kommentatoren im Netz wiederum stellen klar, dass Rassismus durch nichts zu entschuldigen sei, andersartige Beleidigungen im Vorfeld hin oder her. Die bekannte Trash-TV-Kolumnistin Anja Rützel formuliert das so:

Ähnliche Argumente finden sich hier:

Dieser Nutzer warnt davor, die Ereignisse als Anlass zu nehmen, Alltagsrassismus zu relativieren, nur weil Linda Nobat ebenfalls beleidigend wurde:

Noch in der Nacht hat sich Janina Youssefian auf Instagram für ihr Verhalten entschuldigt. „Ich möchte mich öffentlich für meine Äußerungen entschuldigen. Es tut mir aufrichtig leid, dass ich im Dschungelcamp so sprachlich entgleist bin“, schrieb sie.

Eine kleine Spitze gegen ihre Kontrahentin konnte sich Youssefian dann aber doch nicht verkneifen: Auch wenn Rassismus nichts im Fernsehen oder unserer Gesellschaft zu suchen habe, gehörten auch Nobats vorangegangene Beleidigungen nicht in ein solches TV-Format. „Es wäre richtig gewesen uns beide rauszunehmen.“