Pressestimmen zum VfB Stuttgart Das ist das Echo auf die Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden

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Kampf um den Ball: Wiesbadens Sascha Mockenhaupt (links) und VfB-Profi Roberto Massimo Foto: dpa/Uwe Anspach

Der VfB Stuttgart patzt beim Neustart der zweiten Liga und kann auswärts schon wieder nicht gewinnen – wir haben das mediale Echo nach der Niederlage vom Sonntag beim SV Wehen Wiesbaden zusammengetragen.

Stuttgart - Der Neustart nach der Corona-Pause war für den VfB Stuttgart enttäuschend. Durch einen Gegentreffer per Elfmeter in der siebten Minute der Nachspielzeit unterlag die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo beim SV Wehen Wiesbaden mit 1:2. Durch das 2:2 im Parallelspiel bei der SpVgg Greuther Fürth ist der Hamburger SV am VfB vorbeigezogen – das Matarazzo-Team ist in der Tabelle damit auf Platz drei abgerutscht. Wir haben die Pressestimmen zur Stuttgarter Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden gesammelt.

Wiesbadener Kurier: Das Stadion hätte getobt. Zum zweiten Mal in dieser Saison schlägt der SV Wehen Wiesbaden den VfB Stuttgart 2:1. Ein wichtiger Sieg, doch SVWW-Trainer Rüdiger Rehm vermisst die Emotionen und Fans in der Kurve.

Hessenschau.de: Der VfB Stuttgart bleibt ein Zweitliga-Lieblingsgegner des SV Wehen Wiesbaden. Dank eines späten Elfmetertores gewann der SVWW am Sonntag auch das Rückspiel gegen den Aufstiegsaspiranten. Für Philipp Tietz war der Elfmeter zum 2:1 gegen den VfB Stuttgart in der Nachspielzeit etwas ganz Besonderes: „Für mich war das auch ein emotionaler Moment: Ich stand wieder auf dem Feld, habe getroffen und fühle mich viel frischer als noch vor ein paar Wochen“, so der Stürmer des SV Wehen Wiesbaden, der einen Großteil der Hinrunde wegen einer Meniskusverletzung verpasst hatte. „Das tut mir persönlich gut, aber in erster Linie geht es darum, dass wir hier heute gewonnen haben.“ Der etatmäßige Elfmeterschütze des SVWW, Goalgetter Manuel Schäffler, war in der Nachspielzeit bereits ausgewechselt und erlebt den Siegtreffer von draußen mit. „Kämpferisch und läuferisch war das eine sehr gute Leistung von uns“, lobte er seine Mannschaft.

Sportbuzzer: Als Top-Verfolger war der VfB Stuttgart in die Corona-Zwangspause gegangen. Doch der Neustart ist dem Team von Trainer Pellegrino Matarazzo missglückt. Gegen Aufsteiger und Kellerkind Wehen Wiesbaden ließ der VfB nach der Niederlage im Hinspiel auch im Rückspiel Punkte. In der hessischen Landeshauptstadt verlor Stuttgart 1:2 (0:0). Zwar kam der VfB gut in die Partie und spielte in der ersten Hälfte dominant. Doch vor dem Tor agierte die Matarazzo-Elf zu harmlos.

Stattdessen war es der Gastgeber, der der Partie kurz nach Wiederbeginn den ersten Treffer bescherte: Aigner legte nach einem Konter per Kopf auf Schäffler ab, der nur noch einschieben musste. Der VfB versuchte alles, schöpfte unter anderem alle fünf Wechsel aus. Doch vor dem Tor haperte es. Erst in der 84. Minute glich Gonzalez aus. Doch in der Nachspielzeit ging Wiesbaden mit dem Schlusspfiff nach Videobeweis per Handelfmeter von Tietz erneut in Führung. Der VfB steht damit punktgleich mit dem HSV (45 Punkte), aber mit dem schlechteren Torverhältnis vorerst nur noch auf Platz drei.

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Sport1.de: Seine unerklärliche Auswärtsschwäche könnte dem VfB Stuttgart im Kampf um die Bundesliga-Rückkehr noch zum Verhängnis werden. Der Zweitligist verlor beim Abstiegskandidaten Wiesbaden in letzter Sekunde noch 1:2 (0:0) und hat damit aus den vergangenen neun Auswärtsspielen lediglich einen Erfolg verbucht.

SWR.de: Lange Zeit sah es so aus, als könne der VfB Stuttgart wenigstens einen Punkt aus dem ersten Spiel nach der Corona-Pause mitnehmen. Doch dann kam der Elfmeter in der Nachspielzeit.

Sportschau.de: Die Stuttgarter ließen keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass sie vorhatten, ihre schwache Bilanz zu verbessern. Der VfB war von Beginn an bereit für die vermeintlich ungleiche Aufgabe, agierte körperlich präsent und ließ auch immer wieder seine individuelle Qualität aufblitzen. Vor allem Daniel Didavi sprühte vor Spielfreude. Sobald die Gäste in die gefährliche Zone rund um den Strafraum vordrangen, fehlte allerdings Konsequenz.

Und das weckte unangenehme Erinnerungen: Schon das Hinspiel hatte der VfB nach Belieben dominiert, am Ende aber 1:2 verloren. Beide Gegentreffer erzielte damals: Manuel Schäffler. Am Sonntag vollendete der 31 Jahre alte Angreifer kurz nach dem Seitenwechsel einen Konter aus dem Bilderbuch.