Pleidelsheim/Fußball Der FC Marbach feiert seinen ersten Saisonsieg

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Laya Sangare (in gelb) und der FC haben drei Punkte aus Pleidelsheim entführt. Foto: avanti

Pleidelsheim - Die Fußballer des FC Marbach ­haben nach dem Abstieg in die Kreisliga A1 Enz-Murr ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Dem Remis zum Auftakt in Kornwestheim und dem spielfreien Wochenende darauf folgte am Sonntagnachmittag ein 2:0 (2:0)-Erfolg beim GSV Pleidelsheim. Der FC war vor allem in der ersten Halbzeit die cleverere und effektivere Mannschaft.

Es waren noch keine fünf Minuten gespielt, als Pierre Fees eine Flanke von der rechten Seite per Volleyschuss zur Führung nutzte. Die Gäste waren in der Anfangsphase das bessere Team, hatten aber in der zehnten Minute etwas Glück, dass Tolunay Aydins Kopfball nach einer Ecke am Pfosten vorbeiging. Die besseren Chancen hatten in der Folge jedoch wieder die Marbacher. Denis Grätz scheiterte frei vor dem Tor an GSV-Keeper Manuel Michler (18.), zwei Minuten später traf Pierre Fees aus 16 Metern nur den Pfosten. Und in der 28. Minute rettete erneut das Aluminium für die Platzherren, als Fees nach einer Flanke von Mehmet Kaya mit dem Kopf verlängerte und Sebastian Feilner am langen Pfosten zur Stelle, aber glücklos war.

Bereits in der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte der Pleidelsheimer Anhang den Torschrei schon auf den Lippen. Doch FC-Keeper Timo Forisch parierte nach einer Ecke einen Kopfball aus wenigen Metern – und im Gegenzug legten die Gäste das zweite Tor nach. Renato Ferreira enteilte beim Konter der GSV-Defensive und ließ Manuel Michler keine Chance.

„Die Gegentore fielen zu den ungünstigsten Zeitpunkten für uns“, konstatierte GSV-Trainer Roberto Raimondo. Sein Kollege Niko Koutroubis räumte ein, dass „wir das nötige Glück hatten, dass wir direkt vor der Pause das 2:0 machen“.

Nach dem Wechsel warfen die Pleidelsheimer alles nach ­vorne, drängten fast 45 Minuten in Richtung Marbacher Tor. Beim FC musste der angeschlagene Mittelfeldregisseur Sezgin Kaya draußen bleiben, sein Fehlen machte sich bemerkbar. „Wir haben uns ein wenig von der Hektik anstecken lassen. Ich hätte mir gewünscht, dass wir etwas ruhiger bleiben“, fand Koutroubis. Und Pierre Fees, in Abwesenheit des verletzten Kordian Zieba FC-Kapitän, hatte nun alle Hände voll zu tun, seine Kollegen im Zaum zu halten. Das war fast genauso wichtig wie sein ­früher Führungstreffer. „Man hat gemerkt, dass wir so nicht eingespielt sind, in der zweiten Halbzeit hatten wir dadurch zu wenig Entlastung. Wir sind halt noch keine Spitzenmannschaft“, so Fees.

Doch immerhin schaffte es der FC, alle Angriffe der Pleidelsheimer schadlos zu überstehen. Einerseits weil man aufopferungsvoll kämpfte, andererseits weil der GSV auch kein richtiges Mittel fand. Die gefährlichste Szene war ein Kopfball des eingewechselten Aaron Hachmann, den Timo Forisch über die Latte lenkte (83.). „Uns hat etwas die Cleverness gefehlt. Da hat Marbach eben einen Pierre Fees ­gehabt, der als Kapitän vorausgegangen ist. Und dann war wieder unser übliches Problem vor dem Tor, dass wir nicht gefährlich in die Box kommen“, analysierte Roberto Raimondo.

GSV Pleidelsheim:
Michler – Weiden, Cardinale, Sirch – Tränkle, H. Aydin, T. Aydin, Strigaro (63. Weilguny), Schneider (63. Singer), – Bender (73. Hachmann), Pfeiffer. FC Marbach:
Forisch – Sangare, Danner, Polziehn, M. Kaya – Maier (57. Michelfelder), S. Kaya (46. Arifi), Grätz (89. Pfisterer), Ferreira – Fees, Feilner (71. Mara).