Pleidelsheim Ende September wird wieder geturnt

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Die Sporthalle wird von den Prallwänden bis zu den Geräteräumen komplett runderneuert. Das alte Foyer ist abgerissen und wird deutlich größer neu wieder aufgebaut. Foto: Frank Wittmer

Pleidelsheim - Der Umbau der Pleidelsheimer Sporthalle zieht sich schon seit einiger Zeit hin. Die Beleuchtung, der Hallenboden, die Deckenstrahlheizung und einige Brandschutzmaßnahmen wie neue Oberlichter wurden schon erneuert. In diesem Jahr sind die Hauptarbeiten des 4,2 Millionen Euro teuren Umbaus dran.

Seit 1. April ist die Halle für den Sportbetrieb gesperrt. „Wir gehen davon aus, dass die Umbauten in der eigentlichen Halle bis Ende September abgeschlossen sind“, sagt Anja Lautenbacher, die im Rathaus für die Liegenschaften zuständig ist. Der Sportbetrieb für Schule und Vereine, die sich derzeit die kleinere Festhalle teilen müssen, kann also mit Beginn des neuen Schuljahres wieder anlaufen.

Im Moment sieht die Sporthalle eher wie eine Industrieruine aus. Auf einem großen Haufen türmen sich die alten Holzbretter, die schon von den Wänden runtergerissen sind. „Die Halle war akustisch recht schwierig, das heißt, es war im Betrieb sehr laut hier drin“, erklärt Anja Lautenbacher. Die neuen Prallwände gehen künftig bis ganz nach oben und sind lärmmindernd ausgelegt. Damit beim Umbau nichts kaputt geht, ist der 2016 neu verlegte Boden mit Spanplatten abgedeckt. Es muss mitunter mit schwerem Gerät gearbeitet werden. Demnächst wird für den zweiten Rettungsweg die Mauer in einem der Geräteräume durchgebrochen. Oben auf der Tribüne wird auch gebaut. „Die Unfallverhütungsvorschriften haben sich geändert, wir müssen das Tribünengeländer höher machen“, so Lautenbacher. Die Fenster wurden ebenfalls einer Prallprüfung unterzogen. „Es hat sich herausgestellt, dass wir die Fenster auf der Ostseite der Halle hinter der Tribüne erneuern müssen.“ Dies war ursprünglich nicht vorgesehen. Nun wird hier wie im Rathaus eine Aluglasfassade eingebaut.

Die Geräteräume bekommen ebenfalls einen neuen Boden und werden wie die ganze Halle teilweise mit neuen Geräten ausgestattet. In einer der Garagen wird künftig ein Regieraum untergebracht, die komplette Lautsprecheranlage wird erneuert. Die Nutzer der Halle dürfen sich auf einiges freuen: „Man kann klettern, turnen und springen“, so Anja Lautenbacher begeistert. Mit einem Multimotion- und Actioncenter sowie einem großen Trampolin gibt es viele Gelegenheiten für kreative sportliche Betätigung.

Auch in den Nebenräumen tut sich bis Jahresende noch viel: Die alte Sauna ist schon draußen, das Lehrschwimmbecken wird überdeckelt. Hier entsteht ein neuer Gymnastikraum samt Umkleide. Über eine Rampe sind die Räume barrierefrei erreichbar.

Der Eingang in die Halle wird verlegt: Statt über das enge Foyer betritt man künftig die Halle über den ehemaligen Sportlereingang, der deutlich vergrößert wird. Auch das Foyer wird um vier Meter erweitert und vergrößert sich von 73 auf 113 Quadratmeter. Der alte enge Eingangsbereich ist schon abgerissen. Die mächtige Treppe zur Empore, die viel Raum weggenommen hatte, führt künftig durch einen gedrehten Absatz ins Foyer und nach draußen. Dadurch gewinnt das Foyer viel Platz für die bislang schwierige Bewirtung bei Wettkämpfen oder anderen Veranstaltungen.

Eine Küche und das Sichtfenster in die Halle werten den Eingangsbereich auf. „Der Vorteil ist, dass das Foyer auch unabhängig von der Sporthalle nutzbar ist“, erklärt Anja Lautenbacher.