Pleidelsheim Das Jahr 2018 in Pleidelsheim

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Gold für Pleidelsheimer Schüler: Die Jungs-Mannschaft der Friedensschule holt bei „Jugend trainiert für Olympia“ den ersten Platz. Auch die zehn Mädchen hatten beim Kreisentscheid Ende Juni die Nase vorn. Foto: Frank WIttmer

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Statistik kann viel aussagen: 2077 Menschen arbeiten in Pleidelsheim, wohnen aber nicht hier. Und 2251 Pleidelsheimer fahren zur Arbeit an einen anderen Ort. Damit ist ein Hauptproblem des günstig an der Autobahn gelegenen Flächenorts benannt: der Verkehr. Pleidelsheim ist beliebt bei Pendlern, was die häufigen Nachfragen nach Wohnungen – und leider auch deren Preise – belegen. In der Ortsdurchfahrt ist es zwar etwas ruhiger geworden. Man könnte allerdings den Eindruck haben, dass das Tempolimit von 30 Stundenkilometern vor allem dann eingehalten wird, wenn man hinter einem Lkw mit ausländischem Kennzeichen herfährt, der in der engen Hauptstraße den Weg zur Autobahn sucht. Nachts wird man eher weggedrängt, wenn man stur mit 30 durch Pleidelsheim fährt.

Doch es gibt auch schöne Seiten: Man ist schnell in der Natur, die Vereine sind aktiv. Von Angeboten für Jugendliche bis hin zu stimmungsvollen Festen im Wäldle ist viel geboten. Auch die Integration der Neubürger gelingt immer besser. Die Zahlen und damit die Aufgaben verschieben sich: In der Gemeinschaftsunterkunft wohnen noch 63 Asylbewerber, in der Anschlussunterbringung sind es mittlerweile 81 Personen. Um sie in Ausbildung und Beruf zu bringen, sind mitunter merkwürdige bürokratische Hürden zu überspringen.

Hauptaugenmerk der Verwaltung um Bürgermeister Ralf Trettner ist nach der Entschuldung die Sanierung der Infrastruktur. Hier wurde neben dem Rathaus die Sporthalle in Angriff genommen. Bezahlbarer Wohnraum ist in der Hafengasse entstanden, ein weiteres Projekt in der Hauptstraße startet im kommenden Jahr.