Per Bus vom Bottwartal nach Winnenden Weitere Zustimmung aus dem Tal

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Ersehnter Zielort für die Buslinie: der Winnender Bahnhof. Foto: (7aktuell.de/Kevin Lermer)

Die Freien Wähler aus Erdmannhausen, Steinheim, Affalterbach und Winnenden wünschen sich eine neue Busverbindung. Beilstein und Großbottwar wollen sich in die Planungen einklinken.

Großbottwar/Beilstein - Die ins Spiel gebrachte Busverbindung von Steinheim über Erdmannhausen und Affalterbach nach Winnenden trifft auf weiteren Zuspruch. Sowohl der Gemeinderat in Großbottwar als auch der in Beilstein stimmten in dieser Woche dafür, dass sich ihre Städte für eine Verlängerung der Linie ins Bottwartal starkmachen sollen. Die Hoffnung ist groß, dass dadurch das Nadelöhr bei Murr entlastet und für Pendler die S-Bahn, ob in Erdmannhausen oder Marbach, zuverlässiger erreichbar ist.

In Großbottwar hatte die SPD-Fraktion im April den Antrag gestellt, dieses Thema auf die Tagesordnung zu nehmen. Am Mittwochabend kam die Stadtverwaltung dem nach. Und mit einem einstimmigen Votum unterstrich der Gemeinderat, diese Busverbindung und die Linienverlängerung ins Bottwartal unbedingt zu wollen. Als „absolut richtig und wichtig“ betitelte Thomas Stigler für die FBWV den SPD-Antrag. „Wir stehen bedingungslos dahinter.“ Auch die CDU unterstützt den Antrag, wie Matthias Wien verdeutlichte. „Es gibt schon jetzt Personen, die den Bahnhof in Kirchberg oder Erdmannhausen anfahren.“ Das nun mit einer Buslinie zu steuern, könne er nur unterstützen. Derselben Meinung ist der FDP-Rat Paul Wien. Auch Bürgermeister Ralf Zimmermann sprach von einem „grundsätzlich zu unterstützenden“ Thema.

Für die Abstimmung brachte die Stadtverwaltung noch einen zweiten Punkt vor: Und zwar, dass sich die Stadt auch für eine Busverbindung von Backnang über das Bottwartal nach Kirchheim einsetzen soll. Hierfür gab es sieben Ja- und vier Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen. „Das ist ja eher umstritten, da die Linie nicht so frequentiert wäre. Warum müssen wir dieses Fass aufmachen?“, so Thomas Stigler. Bürgermeister Zimmermann beteuerte, dass es sich nur um eine „deutliche Bitte“ ans Landratsamt handele.

Den Antrag für eine Anbindung von Beilstein an die Buslinie nach Winnenden hatte die Bürgerliste eingereicht. Bereits vor der Sitzung am Dienstagabend hatten die FDP und die SPD ihre Unterstützung signalisiert. Letztendlich stellten sich dann alle Stadträte hinter den Vorschlag und beauftragten die Verwaltung damit, sich in die Planungen einzuklinken. Und auch Bürgermeister Patrick Holl begrüßte die Entscheidung: „Wir versuchen stets neue Wege zum Bahnnetz zu finden.“

Bislang lassen sich von Beilstein schon die Bahnhöfe in Heilbronn und Marbach erreichen. „Eine andere Himmelsrichtung ist sicher von Interesse für viele Bürger“, stellte der Rathauschef weiter fest. Zudem soll das Einbringen in die Planungen auch ein Signal sein, „dass wir ebenfalls zum VVS-Netz dazugehören“, so Oliver Kämpf, dessen Fraktion den Antrag gestellt hatte. Schon bei der Tarifzonenreform wie auch beim Berg- und Talbus habe Beilstein den Kürzeren gezogen. Auch FDP-Stadtrat Wolfgang Behr betonte noch einmal: „Eine Vernetzung ist unheimlich wichtig.“

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