Oberstenfeld/Handball Viele junge, neue Gesichter beim SKV

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Teammanager Uwe Salvo mit den Neuzugängen Jonas Krautt, Nick Meder, Tim Schniering, Eric Stahl, Yannick Zieker, Richard Babjak und Lars Eisele sowie Trainer Michael Walter und Co-Trainer Julian Weresch (von links). Foto: privat

Oberstenfeld - Noch keine zwei Wochen ist die Saison in der Handball-Württembergliga beendet, der Blick geht aber schon wieder in Richtung der nächsten Spielzeit – natürlich auch beim SKV Oberstenfeld. Nicht nur für die Bottwartäler wird diese Runde eine besondere Herausforderung darstellen. Denn durch die Reduzierung von zwei auf eine Staffel in der Saison 2020/21 werden voraussichtlich nur die ersten Sechs jeder Staffel in der Württembergliga bleiben, alle anderen Teams kommen in die dann neu geschaffene Verbandsliga. Da gilt es natürlich, sich personell entsprechend aufzustellen.

Sieben Abgänge hat der SKV zu kompensieren, sieben Neuzugänge stehen fest. Einen kompletten Umbruch gibt es dabei im Tor: Wie bereits berichtet werden Nikolai Uhl (geht zur HSG Ostfildern) und Daniel Neumann (hört auf) durch Yannick Zieker und Tim Schniering ersetzt. Zieker kommt aus der Bezirksliga von der bisherigen HG Steinheim-Kleinbottwar. Auch Schniering hat zuletzt beim TSB Horkheim II vorwiegend in der Bezirksliga gespielt, hatte aber auch sporadische Einsätze im Drittliga-Team. Zuvor stand er beim TV Flein in der Württembergliga und in der A-Jugend-Bundesliga in Horkheim zwischen den Pfosten. Beide künftigen SKV-Keeper sind erst 21 Jahre alt. „Die beiden treten natürlich von allen unseren Neuzugängen in die größten Fußstapfen, und wir sind uns durchaus der Tatsache bewusst, dass das ein gewisses Risiko birgt. Aber wir vertrauen den beiden und glauben fest daran, dass sie das packen“, sagt Teammanager Uwe Salvo.

Insgesamt setze der SKV auf eine konsequente Verjüngung. „Wir haben uns ganz klar das Ziel gesetzt, auch künftig in der Württembergliga zu spielen. Wir möchten deshalb mit einer Mannschaft in die nächste Saison gehen, die dieses Ziel erreichen und dann auch möglichst in der gleichen Besetzung weiterhin in dieser Klasse spielen kann. Daher sind sechs der sieben Neuzugänge auch maximal 21 Jahre alt. Erst 20 Lenze zählt Jonas Krautt, der von der SG BBM Bietigheim zum SKV stößt. „Er kann auf allen Rückraumpositionen spielen, wenn nötig aber auch auf Linksaußen. Er hat eine sehr gute Spielübersicht“, erklärt Uwe Salvo. „Jonas ist der beste Freund von unserem rechten Rückraumspieler Hannes Eisele. Ihre beiden Väter haben früher übrigens zusammen in Oßweil in der zweiten Liga gespielt.“ Die Söhne führen also so etwas wie ein Erbe fort.

Ebenfalls erst 20 Jahre alt ist Nick Meder, der aus der SKV-Zweiten kommt. Der Kreisläufer soll neben Güngör Cakar spielen und damit den Abgang von Valentin Deseife kompensieren. Ebenso aus der zweiten SKV-Mannschaft wird der 21-jährige Eric Stahl in den Württembergliga-Kader hochgezogen. „Er hatte ja in der vergangenen Saison schon ein paar Einsätze. Er hat bei der HABO in seinen A-Jugend-Zeiten in der BWOL gespielt, ist also ein Eigengewächs und hat damit den gleichen Werdegang wie Nick Meder. Eric ist der einzige reine Linksaußen im Kader“, erklärt Uwe Salvo.

Der Jüngste im künftigen Oberstenfelder Kader wird aber Lars Eisele sein. Der Linkshänder soll nach dem Weggang von Nick Teske (ist ein Jahr im Ausland) auf der rechten Außenbahn wirbeln. „Er ist noch A-Jugendlicher und möchte mit der HABO möglichst wieder in der Bundesliga spielen, zumindest aber in der BWOL“, sagt Uwe Salvo. „Daher wird sein Fokus auch auf der A-Jugend liegen. Er trainiert voll bei uns mit, wenn sich die Spieltermine aber überschneiden, liegt seine Priorität auf der Jugend. Wenn es zeitlich passt, ist er bei den Württembergliga-Spielen des SKV dabei“, so der Teammanager weiter.

Da man neben Eisele mit Moritz Schädlich nur noch einen weiteren sehr jungen Rechtsaußen hatte, sind die Oberstenfelder auf dieser Position auf die Suche gegangen und fündig geworden. Richard Babjak ist mit seinen 28 Jahren der mit Abstand älteste Neuzugang. Auch er ist Linkshänder und vorwiegend auf der rechten Außenbahn zu Hause. „Er kann aber auch mal Hannes Eisele im rechten Rückraum entlasten“, sagt Uwe Salvo. „Richard Babjak hat zuletzt beim VfL Waiblingen gespielt. Er ist aber erst in der abgelaufenen Saison wieder eingestiegen, hat davor fast ein Jahr wegen einer Knieverletzung pausieren müssen.“ Der gebürtige Slowake hat mit Tatran Presov sogar schon Einsätze in der Champions League gehabt. Nach Deutschland kam Babjak im Jahr 2013, als ihn die SG Spergau (Sachsen-Anhalt) verpflichtete, seit 2014 spielte er in Waiblingen.

Einen Wechsel hat es auch auf der Bank gegeben: Den Posten des langjährigen Co-Trainers Wolfgang „Jack“ Bäuerle wird künftig Julian Weresch übernehmen. Insgesamt umfasst der Oberstenfelder Kader 15 Spieler. „Der Vorteil gegenüber den Vorjahren ist, dass wir mit Güngör Cakar nur noch einen Spieler haben, der im Schichtdienst arbeitet. Zudem wird Sebastian Sauerland immer wieder mal beruflich und familiär bedingt fehlen. Alle anderen Spieler aber sind im Normalfall immer im Training“, ist Uwe Salvo optimistisch. „Und falls es zum Beispiel durch Verletzungen zu Engpässen kommen sollte, gibt es mehrere ehemalige Württembergliga-Spieler, die jederzeit bereit sind auszuhelfen. Zu denen gehört übrigens auch Edgar Gneiding, der vom VfL Waiblingen zurückkommt, im Normalfall aber in der zweiten Mannschaft spielen wird.“

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