Neue Musik-Reihe startet in Marbach Kultur und Marktgang im Einklang

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Das Gotteshaus im Zentrum der Schillerstadt wird mit der Musikreihe in den Fokus gerückt. Foto:  

Immer samstags um 11 Uhr gibt es vom Reformationstag an in der Stadtkirche ein Konzert

Marbach - Gerade mal knapp zwei Monate in Amt und Würden, schon wartet der neue Bezirkskantor Andreas Willberg mit einer neuen Reihe auf. „Musik zur Marktzeit“ heißt sie. Start ist der 31. Oktober. Jeden Samstag können Besucher des Wochenmarktes dann vor, nach oder während ihres Einkaufes in der Marbacher Innenstadt einen Stopp in der Stadtkirche einlegen. „Jeder ist willkommen und kann entspannen, innehalten, genießen, sich aufwärmen, sich überraschen lassen, zuhören und Kultur genießen“, wirbt Willberg. 20 bis 30 Minuten dauern die samstäglichen Konzerte in der Stadtkirche. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

In Zeiten der Corona-Pandemie habe man sich überlegt, so Willberg, wie ein Format aussehen könnte, das so flexibel ist, um auf mögliche weitere Einschränkungen zu reagieren und dennoch so etwas wie einen Konzertcharakter besäße. „In Heilbronn und Ludwigsburg gibt es schon solche Marktmusik-Reihen“, erklärt Willberg. Und das niederschwellige Angebot wird von den Menschen dort gut angenommen. „Es ist ein schönes Format über den Gottesdienst und große Konzerte hinaus, das beispielsweise in Ludwigsburg seit 20 Jahren super erfolgreich läuft.“

Etwas Ähnliches gab es in der Schillerstadt bereits. Der Stadtmarketingverein Marbach hatte vor Jahren in den Sommermonaten samstags zur Reihe „Wochenmarkt Punkt Elf“ an den Marktbrunnen eingeladen. „Das Kulturamt der Stadt war begeistert, dass wir jetzt etwas Ähnliches machen und mit der ,Musik zur Marktzeit’ starten wollen“, berichtet der Bezirkskantor.

Ein erster Testlauf ist bis zum vierten Adventssamstag angesetzt. Das Programm steht größtenteils. Neben dem Bezirkskantor selbst, der die Reihe eröffnet, hat Willberg Musiker aus dem Kirchenbezirk dafür gewinnen können. „Wir haben da ein unheimlich großes Potenzial an hervorragenden Musikern, das in diesem Format zur Geltung kommen kann“, freut sich Willberg.

Zur Geltung gebracht werden und vielleicht ja sogar etwas aus dem Schatten der Alexanderkirche heraustreten soll mit der neuen Reihe auch die Stadtkirche. „Als geistlicher Raum im Zentrum der Stadt“, so Andreas Willberg. Darüber hinaus könnte die Bevölkerung auch den Sanierungsbedarf im Inneren der Taufkirche Friedrich Schillers quasi en passant vor Augen geführt werden. Nach der Außensanierung 2017 müssen im Inneren Heizung, Beleuchtung und Technik erneuert werden. „Die Stadtkirche ist eine wunderbare Ergänzung zur Alexanderkirche, was die Lage, die Raumgestaltung, die Helligkeit, die Wärme und den Klang angeht“, gerät der neue Bezirkskantor ins Schwärmen.