Murr Wettkampf und Riesenspaß

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Hochsprung ist eine der sieben Disziplinen gewesen. Foto: avanti

Murr - Einen Namen über die Grenzen des Bottwartals hinaus haben sich die Leichtathleten des SGV Murr in den vergangenen Jahren durch die Ausrichtung mehrerer Veranstaltungen wie des Werfertages oder des Murrer Volkslaufs gemacht. Am Samstag war der SGV nun erstmals Gastgeber der württembergischen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren, bei der Teams ab der Altersklasse M30 vertreten waren. In sieben Disziplinen konnten bis zu drei Starter je Team gemeldet werden. Die Ergebnisse der besten zwei Sportler gingen in die Mannschaftswertung ein. Zusätzlich zu den 100-, 800- und 3000-Meter-Laufdisziplinen standen noch Hochsprung, Diskuswurf, Kugelstoßen und Weitsprung auf dem Programm. Zudem stellte jede Mannschaft eine 4 mal 100-Meter-Staffel. Jeder Athlet konnte in bis zu drei Sportarten starten.

Bei sonnigem Wetter starteten die Meisterschaften um 12 Uhr. Neben dem SGV Murr und der LG Freiberg waren auch Mannschaften vom SSV Ulm 1846, der LG Rems-Welland und aus Kernen gemeldet. Die Gastgeber aus Murr mussten mit Mirko Huber auf einen ihrer erfolgreichsten Sportler verzichten, der sich bei einem Wettkampf zwei Wochen zuvor verletzt hatte. So musste das Team neu aufgestellt werden, damit in jeder Disziplin genug Athleten zur Verfügung standen. Den Meistertitel in der Altersklasse M30/M35 gewann die LG Rems-Welland, in der Altersklasse M40/M45 der SSV Ulm 1846. Die Zuschauer interessierten sich jedoch vor allem für den Wettkampf der Männer 50/55. Denn hier gingen sowohl die Teams des SGV Murr als auch der LG Freiberg an den Start. „Das ist immer ein Riesenspaß. Ein besonderes Event ist es vor allem auch deshalb, weil man viele alte Bekannte wiedersieht und mit Sportlern ein Team bildet, die man schon Jahrzehnte kennt“, findet Wolfram Götz. Der Murrer, der auch etwas angeschlagen war, war mit seinem Hochsprungergebnis nicht besonders zufrieden. „Wichtig ist aber, dass ein paar Punkte für die Mannschaftswertung zusammengekommen sind“, meinte er. Die Athleten aus Murr und Freiberg verbindet ein fast freundschaftliches Verhältnis. Die Wiedersehensfreude ist jedes mal groß.

Dennoch versuchen die Teams, bei Wettbewerben gegeneinander zu gewinnen. Anders als bei den üblichen Wettkämpfen, bei denen jeder für sich kämpft, geht es bei den Mannschaften um eine gute Teambilanz. „Da geht man eher auf Sicherheit und weniger auf Risiko, auch, weil jeder nur vier statt der üblichen sechs Versuche hat“, so Uwe Luckscheiter von der LG Freiberg. „Leichtathletik ist sonst kein Mannschaftssport, daher sind diese Meisterschaften etwas Besonderes. Wir werden uns mit den Murrern einen Kampf um Platz zwei liefern“, versprach Freibergs Thomas Lindenmayer. Die LG Rems-Welland war der erklärte Favorit dieser Altersklasse. Tatsächlich gewannen sie auch den Meistertitel mit 10 144 Punkten. Zwischen dem SGV Murr und der LG Freiberg wurde es spannend. In mehreren Disziplinen lagen die Ergebnisse beider Teams eng beieinander. Während des 3000-Meter-Laufs machten die Murrer Zuschauer eine Laola-Welle, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Für Murrs Abteilungsleiter Uwe Funk, der in dieser Disziplin an den Start ging, war seine Zeit von 14:17,92 Minuten in Ordnung. „Die zweiten 1000 Meter waren sehr hart, aber ich bin zufrieden“, betonte Funk. Bei der abschließenden Staffel verloren die Freiberger wertvolle Zeit und damit auch Punkte, als ihnen ein Wechsel-Fehler unterlief. Trotzdem wurde die LG Freiberg am Ende mit 8477 Punkten vor dem SGV Murr Zweiter. Die Gastgeber holten 8101 Punkte. Dem freundschaftlichen Verhältnis der beiden Mannschaft untereinander wird das Ergebnis aber sicher keinen Dämpfer verpasst haben.

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