Murr/Leichtathletik Der letzte Vorhang für den Murrer Volkslauf

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Zum vorerst letzten Mal werden die Teilnehmer des Murrer Volkslaufes am Samstag auf die Reise geschickt. Foto: Archiv (avanti)

Murr - Uwe Funk hatte es lange angekündigt. Schon lange vor dem Murrer Volkslauf im vergangenen Jahr stand fest: Der Abteilungsleiter der Leichtathleten des SGV Murr und Organisationschef des Volkslaufes sowie sein Team werden nach der diesjährigen Veranstaltung aufhören. „Wir hatten seither Nachfolger gesucht, aber es hat sich niemand gefunden. Bei einer Sitzung vergangenen Freitag haben wir nun beschlossen“, die Suche einzustellen“, erklärt Funk. Das bedeutet also, dass der 30. Murrer Volkslauf am kommenden Samstag bis auf Weiteres auch der letzte sein wird.

Die Wehmut bei Funk und seinem Team „hält sich in Grenzen. Es ist ehrlich gesagt eher Vorfreude da, dass wir es bald geschafft haben. Denn es hat ja einen Grund, warum wir aufhören. Es ist einfach für alle eine zeitliche Belastung – trotz der Routine, die sich im Laufe der Jahre eingestellt hat.“ Reaktionen hat er viele bekommen, meist wurde bedauert, dass es den Lauf nicht mehr geben soll. „Insbesondere aus den Schulen und Kindergärten, die in den vergangenen Jahren ja stets mit vielen Kids am Start waren“, berichtet Uwe Funk. Und viele Kinder bringen erfahrungsgemäß auch immer viele Zuschauer mit. „Da sind dann Eltern oder Großeltern mit dabei. Und die machen natürlich auch Umsatz bei der Bewirtung. Die Läufer selbst sind ja nicht unbedingt die Zielgruppe für eine Rote Wurst.“

Auch diesmal sind die Nachwuchsläufe wieder sehr gut frequentiert. Mehr als die Hälfte der bisher gemeldeten Teilnehmer starten beim Bamini-Lauf sowie den beiden Schülerläufen. „Wir haben diesmal insgesamt 297 Voranmeldungen, das sind etwa zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr“, erklärt der Organisationschef. Dabei sei der Murrer Volkslauf von je her ein „Nachmeldelauf“ gewesen. Das heißt, dass sich viele Teilnehmer immer erst spontan entschlossen haben, die Möglichkeit der Nachmeldung am Veranstaltungstag selbst wahrzunehmen. Darauf baut Uwe Funk auch diesmal: „Die Wetteraussichten sind ja hervorragend, es ist fast etwas zu warm. Wir haben zur Sicherheit noch mehr Wasser nachgeordert.“ In den vergangenen Jahren hatte der Murrer Volkslauf meist zwischen 400 und 420 Starter zu verzeichnen. „Die 400er-Marke sollte auch diesmal wieder drin sein“, glaubt Uwe Funk.

Nach der Veranstaltung wird das scheidende Organisationsteam dann zu einer kleinen Abschlussfeier zusammenkommen. „Das haben wir jedes Jahr so gemacht,, aber diesmal ist es eben das letzte Mal“, erklärt Uwe Funk, der nicht ausschließt, dass der Volkslauf in ein paar Jahren wiederbelebt wird. „Die Unterlagen sind ja da, es müsste sich nur ein neues Team finden, vielleicht ja auch mit einem veränderten Konzept.“