Murr/Duathlon Zittern um die Finisher-Geschenke

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Lokalmatador Björn Laibacher (vorne) zählt wieder zu den Favoriten. Foto: Archiv (avanti)

Murr - Ein wenig zittert Achim Seiter noch. Nicht etwa vor der Kälte. Vielmehr wartet der Organisationschef des Dirty Race in Murr noch auf die Lieferung der Finisher-Geschenke. „Ich habe sie nicht zu früh bestellt“, räumt er ein wenig selbstkritisch ein. „Aber wenn sie rechtzeitig kommen, wovon ich derzeit noch ausgehe, dann freue ich mich schon auf die Gesichter“, weckt Seiter die Neugier.

Insgesamt werden rund 300 Sportler bei der 18. Auflage des Cross Duathlons am Samstag ab 13.30 Uhr auf die Strecke gehen. 243 nehmen die Strecke von 5 Kilometer Laufen , 15 Kilometer mit dem Mountainbike und nochmal 4 Kilometer Laufen allein in Angriff, davon 30 Frauen. Der Rest startet im Staffelwettbewerb, bei dem die Teams aus je einem Läufer und einem Radfahrer bestehen.

Eine Besonderheit gibt es dieses Jahr im organisatorischen Bereich zu bewältigen: „Aufgrund von Bauarbeiten gibt es keine Parkmöglichkeiten am Hermannsplatz. Auch die Durchfahrt die Kirchgasse herunter ist nicht erlaubt. Daher muss man sich anderweitig umschauen“, so Seiter.

Was das Wetter betrifft, so ist er sehr zuversichtlich: „Für uns ist es ja wichtig, dass wir eine einigermaßen stabile Lage ohne Regen haben. Und danach sieht es momentan aus. Einigen Prognosen zufolge dürfen wir sogar mit ein paar Sonnenstrahlen rechnen. Das wäre natürlich optimal. Aber kalt und trocken ist schonmal sehr gut, weil es einfach das Verletzungsrisiko verringert.“

Erfahrungsgemäß ist die Ausfallquote beim Dirty Race aber gering. „Wer hier antritt, der ist verrückt genug, das in jedem Fall durchzuziehen“, glaubt Achim Seiter. „Eher treten die Leute gar nicht erst an, weil sie krank geworden sind. Oder aber es gibt einen technischen Defekt.“ So wie es zum Beispiel Nils Frommhold schon ergangen ist. Der ehemalige Sieger des Ironman in Roth ist bisher zweimal beim Dirty Race angetreten, aber zweimal mit technischem Defekt ausgefallen. „Er geht jetzt das dritte Mal an den Start – ich glaube, das ist seine letzte Chance“, sagt Achim Seiter lachend.

Bei den Männern wird es auf jeden Fall einen neuen Champion geben, da Vorjahressieger Andi Böcherer nicht am Start ist. Neben Nils Frommhold zählt Achim Seiter daher Lokalmatador Björn Laibacher vom Murrer Team Silla Hopp zu den Favoriten. „Er ist ein Wettkampf-Typ und kann sich quälen. Aber auch Bundesliga-Triathlet Frederik Henes aus Mengen könnte ein Wörtchen mitreden“, glaubt er. Bei den Frauen sind die Top 3 von 2018 allesamt wieder dabei. Achim Seiter sieht hier Titelverteidigerin Katharina Wolff erneut als klare Favoritin.