Murr Die Zukunft der Bläser ist gesichert

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Die Bläserklasse musiziert mit der Jugendkapelle. Foto: avanti

Murr - Mit dem Jugendorchester fing es 1972 an, 1978 wurde der Musikverein Murr gegründet. „Das waren mutige Menschen, die damals den Entschluss gefasst haben“, so der heutige Vorsitzende Martin Bäuerle, der von Anfang dabei ist. In seinem Rückblick stellte der frühere Vorsitzende Manfred Hollenbach fest: „Es ist schon was Besonderes, dass ein Verein zwei Jubiläen feiern kann. Den Erfolg sieht man heute.“ Mit rund 250 Mitgliedern widmet der Musikverein Murr sich der Blasmusik in allen Facetten, was man am Samstag beim Jubiläumskonzert in der mit 420 Besuchern voll besetzten Gemeindehalle mit Genuss hören konnte.

Wie schon zu Beginn der Vereinsgeschichte steht auch heute der Nachwuchs im Mittelpunkt. „Das ist das Orchester der Zukunft“, war Bäuerle begeistert, als die rund 40 Jungmusiker der Bläserklasse mit noch einmal einer großen Schar der Jugendkapelle „Jingle Bells“ spielten.

Die Begeisterung für die Bläserklassen ist sicher dem Engagement der Leiterin Sabine Lörcher zu verdanken. Die Rektorin der Lindenschule Annett Marchand, die den Auftritt ihrer Musiker begeistert verfolgte, ist jedenfalls sehr froh über ihre rührige wie ambitionierte Lehrerin. „Man muss bedenken, dass die 23 Jungs und Mädchen erst im Oktober mit ihrer Ausbildung begonnen haben und jetzt ihren ersten Auftritt gleich vor so großem Publikum haben“, so die Schulleiterin.

Als Elsa, Olaf und Rentier Sven verkleidet kamen dann die Viertklässler auf die Bühne und spielten unter anderen den Titelsong „Let it go“ aus dem Film „Frozen“, bekannt auch als „Die Eiskönigin“. Die Jugendkapelle unter der Leitung von Angelika Hornung lud zum Bummel über den Rummelplatz ein und überraschte noch mit der Zugabe „One Moment in Time“.

Die Aktive Kapelle unter der Leitung von Sven Dall’Osteria hatte zu Beginn des Konzerts das Publikum schon mit Kettengerassel und eindringlichem Gesang zu den Piraten in die Karibik entführt, und schloss sich im zweiten Teil dann dem Motto „Murrer Winter Wunderland“ mit ebenfalls sehr fantasievoller Verkleidung und Bühnendekoration aus dem Film „Frozen“ an.

Das Stück „Let it snow“ hatte jedenfalls großen Erfolg, wie man an der weißen Pracht am Sonntagmorgen sehen konnte. Mit „Fire an Ice“ gab es statt Skiakrobatik flinke Finger an den Instrumenten zu sehen und zu hören. Zu dem Walzer von Émile Waldteufel drehte ein Tanzpaar seine Runden durch den Saal. Der Polarexpress ratterte mit Tuten und Glockenläuten Richtung Nordpol, und rasant ging die Reise in der „Petersburger Schlittenfahrt“ weiter. Mit „Kalinka“ und „Textilaku“, dem „Marsch der Textilarbeiter“ schloss das Konzert nach über drei Stunden fantastischer Musik.

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